Steuern

Wer eine Einzelkanzlei eröffnet, nimmt damit zugleich eine freiberufliche Tätigkeit auf und hat dies dem Finanzamt anzuzeigen. Wer nicht vom Wahlrecht zur Bilanzierung Gebrach macht, muss Betriebseinnahmen und
-ausgaben aufzeichnen und das Jahresergebnis durch eine Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln.

Für die Ermittlung des Jahresergebnisses im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung stellt die Finanzverwaltung das Formular „EÜR“ zur Verfügung. Bei Beschäftigung von Angestellten sind vom Gehalt die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag, die Kirchenlohnsteuer und die Sozialabgaben einzubehalten und innerhalb der gesetzlichen Fristen einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung abzuführen (Sozialabgaben zum Ende des Monats, Lohnsteuern per Lohnsteueranmeldung zum 10. des Folgemonats).

Honorareinnahmen sind bei Zufluss der Umsatzsteuer von 19 Prozent zu unterwerfen, wenn der Rechtsanwalt umsatzsteuerlich nicht als Kleinunternehmer (§ 19 UStG) behandelt werden will (möglich bei Einnahmen im Kalenderjahr bis zu 17.500,00 Euro). Umsätze müssen vierteljährlich (bei Jahressteuern bis 6.136,00 Euro) bzw. monatlich durch eine elektronisch übermittelte USt-Voranmeldung bis zum 10. des Folgemonats erklärt werden. Die Umsatzsteuer auf die Honorareinnahmen, vermindert um die Vorsteuer aus den beruflichen Eingangsrechnungen (§ 15 UStG), ist in gleicher Frist zu bezahlen.

Weitere Informationen zum Thema Steuern finden Sie im BRAK-Magazin in der Rubrik Steuern!

 
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