Presseinformation Nr. 21 vom 09. Dezember 1998

1998: 50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
1999: 50 Jahre Grundgesetz - Verfassung der Bürger und der Bürgerrechte

Bundesrechtsanwaltskammer, Bonn. Am 10. Dezember 1998 jährt sich zum 50. Mal die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte", die 1948 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Paris mit 48 Stimmen bei acht Enthaltungen angenommen wurde. Die Charta war das erste universell geltende Dokument zum Schutz der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte und ist seitdem Grundlage vieler verbindlicher völkerrechtlicher Abkommen geworden.

"Die Anwaltschaft sieht sich traditionell in der Pflicht, die Menschenrechte der Bürger durchzusetzen. Jeder Anwalt ist als Organ der Rechtspflege aufgerufen, im Geist der Deklaration der Menschenrechte zu handeln und die Bürger vor Nachteilen, insbesondere staatlicher Willkür und Grundrechtsbeeinträchtigungen zu schützen. Wir begrüßen deshalb auch sehr die Einrichtung des neu geschaffenen Bundestagsausschusses für Menschenrechte, der den bisherigen Unterausschuß, der an den Auswärtigen Ausschuß angehängt war, abgelöst hat", so der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Rechtsanwalt und Notar Dr. Eberhard Haas.

Die Bundesrechtsanwaltskammer hat in diesem Jahr des Menschenrechte-Jubiläums erstmalig einen Stiftungspreis überreicht, der die Arbeit von Karikaturisten, auf unterhaltsame Weise einen Beitrag für eine gerechtere, eine menschlichere Welt zu leisten, honoriert. Seit Jahrhunderten begehren Karikaturisten unermüdlich auf gegen politische und gesellschaftliche Mißstände, Unrecht und Mißachtung, Trägheit und Ignoranz. Der satirische Künstler nimmt Partei, versteht sich meist als Anwalt der Benachteiligten und Schwachen. Um dies anzuerkennen, haben die in der Bundesrechtsanwaltskammer zusammengeschlossenen 28 Rechtsanwaltskammern, die die Gesamtheit der deutschen Anwaltschaft vertreten, den mit 10.000,– DM dotierten "Karikaturpreis der Deutschen Anwaltschaft" gestiftet und im Oktober 1998 erstmals an den englische Karikaturisten Ronald Searle vergeben, der sich in seinem umfangreichen Schaffen immer wieder engagiert mit dem Thema der Menschenwürde auseinandergesetzt hat.

Für weitere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere PR-Agentur (Adresse siehe Seite 2), wo Sie die entsprechende Pressemitteilung der Bundesrechtsanwaltskammer zur Preisverleihung am 8. Oktober 1998 nachträglich anfordern können.

Ebenfalls zum 50. Mal jährt sich am 23. Mai 1999 die Unterzeichnung des deutschen Grundgesetzes. Ursprünglich als Provisorium für ein geteiltes Land gedacht, wurde es zu einem stabilen und dauerhaften Fundament des demokratischen Rechtsstaates. Staatsorgane, öffentliche und private Institutionen sowie Medien werden dieses Jubiläum der "Verfassung der Bürger und der Bürgerrechte" im Jahr 1999 in Festveranstaltungen würdigen.

Die Bundesrechtsanwaltskammer und die Bundeszentrale für politische Bildung haben gemeinsam die Idee aufgegriffen, zentrale Aussagen, Wirkung und Entwicklung des Grundgesetzes für ein breites Publikum zu illustrieren. Beide Institutionen werden deshalb eine Wanderausstellung zum 50. Geburtstag der Verfassung bis ins Jahr 2000 in insgesamt zehn deutschen Städten, hauptsächlich in Gerichtsgebäuden, durchführen.

Die Ausstellung wird auch die Rolle der Anwaltschaft für die Verfassungsentwicklung würdigen. Anhand von konkreten Fällen aus den verschiedenen Epochen werden Anwälte als Wahrer der Rechte des Bürgers gezeigt. Die Wanderausstellung wird am 29. April 1999 im Bundesverfassungsgericht eröffnet, deren Präsidentin Prof. Dr. Jutta Limbach zugleich die Schirmherrin dieser Wanderausstellung ist.

Für weitere Informationen hierzu wenden Sie sich bitte an unsere PR-Agentur (Adresse siehe unten), wo Sie entsprechende Presseinformationen der Bundesrechtsanwaltskammer zur Vorbereitung der Wanderausstellung zum Verfassungsjubiläum 1999 anfordern können.


Bonn, den 9. Dezember 1998

 

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