Presseinformation Nr. 22 vom 06.09.1999

08.09.99: Grundsteinlegung für das "Haus der Verbände" in Berlin. Regierender Bürgermeister Diepgen nimmt Zeremonie vor

Bundesrechtsanwaltskammer, Bonn. Die deutsche Anwaltschaft zieht Ende 2000 in die Hauptstadt. Am 8. September 1999 um 11:00 Uhr ist es soweit: der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, wird den Grundstein für das "Haus der Verbände" in der Littenstraße in Berlin-Mitte legen. Ende des nächsten Jahres soll der sechsteilige Neubaukomplex neben dem traditionsreichen Landgericht Mitte an der Littenstraße bezugsfertig sein. Vorwiegend Anwaltsverbände sowie weitere juristische Institutionen werden das Gebäude beziehen.

In dem Verbandshaus werden neben der Bundesrechtsanwaltskammer, die als Dachorganisation der 27 Regionalkammern und der Rechtsanwaltskammer beim BGH und damit über diese als Spitzenorganisation die berufspolitischen Interessen der Gesamtheit der 102.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in der Bundesrepublik wahrnimmt, u.a. folgende Einrichtungen untergebracht: die Berliner Rechtsanwaltskammer, das Deutsche Anwaltsinstitut (DAI) als Fortbildungseinrichtung der Rechtsanwaltskammern, die Berliner Notarkammer, der Deutsche Anwaltverein sowie der Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg.

"Der geplante Umzug der Bundesrechtsanwaltskammer an den Regierungssitz ist ein wichtiges Signal für die deutsche Anwaltschaft", erklärt Rechtsanwalt und Notar Dr. Eberhard Haas, Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, "und deshalb sind wir froh, unseren neuen Sitz in Berlin - genauso wie in Bonn - in unmittelbarer Nähe zum Bundesjustizministerium zu haben, denn es ist wichtig, am Puls der Zeit zu sein", so Dr. Haas.

"Bedeutsam für die Anwaltschaft mit dieser Standortwahl ist auch der Bezug zu Hans Litten, einem der wenigen Unbeugsamen, der es als Rechtsanwalt wagte, Adolf Hitler vor Gericht bloßzustellen", erklärt der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, "dieser engagierte Anwalt und unermüdliche Kämpfer für die Freiheit und Gerechtigkeit gehörte zu den ersten Opfern der Nazis nach deren Machtübernahme."


Bonn, 6. September 1999

 

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