Presseinformation Nr. 27 vom 25. 09. 1999

Dr. Bernhard Dombek neuer Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer

Bundesrechtsanwaltskammer, Bonn. Die Präsidenten der 28 regionalen Rechtsanwaltskammern haben in der 86. Hauptversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer (24. September 1999) in Karlsruhe einen neuen Präsidenten gewählt. Einstimmig haben die Mitglieder der Hauptversammlung sich für den bisherigen Vizepräsidenten Rechtsanwalt und Notar Dr. Bernhard Dombek aus Berlin entschieden.

Der Präsident der Rechtsanwaltskammer Berlin löst damit den bisherigen Präsidenten, Rechtsanwalt und Notar Dr. Eberhard Haas, ab, der sich nach achtjähriger Amtszeit nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Damit steht - und das erstmals - ein Berliner Anwalt an der Spitze der Bundesrechtsanwaltskammer, wenn diese Ende 2000 ihre neue Geschäftsstelle im "Haus der Verbände" in Berlin Mitte beziehen wird.

Dr. Dombek wurde am 5. Februar 1939 in Berlin geboren und studierte nach seinem Abitur von 1960 bis 1964 Rechtswissenschaft in Berlin, wo er auch seine erste juristische Staatsprüfung ablegte und von 1965 bis 1968 sein Referendariat absolvierte. Seit 1968 ist Dr. Bernhard Dombek, der mit der Familienrechtlerin Ingeborg Rakete-Dombek verheiratet ist und mit ihr einen gemeinsamen Sohn hat, als Rechtsanwalt und seit 1978 auch als Notar in Berlin tätig. Zu seinen Hauptbetätigungsgebieten gehören das Gesellschafts- und das Erbrecht.

Sein berufspolitisches Wirken für die Anwaltschaft begann bereits 1974, als er Mitglied des Justizprüfungsamtes Berlin wurde. Drei Jahre später wurde Dr. Dombek in den Vorstand der Rechtsanwaltskammer Berlin gewählt, deren Präsident er seit 1989 ist. Seit 1981 ist er zudem Mitglied des Ausschusses Berufsordnung (früher: Richtlinienausschuß) und seit 1993 des PR-Gremiums der Bundesrechtsanwaltskammer sowie seit 1995 Vorsitzender des Ausschusses Werbung der Satzungsversammlung bei der Bundesrechtsanwaltskammer.

Von 1991 bis zu seiner Wahl zum Präsidenten war er Vizepräsident der Bundesrechtsanwaltskammer. In diesem Amt war er zusätzlich seit 1992 Pressesprecher der anwaltlichen Berufsvertretung.

Den Kurs der Bundesrechtsanwaltskammer will der neue Präsident nicht grundsätzlich verändern. "Vielmehr möchte ich die Arbeit meines Vorgängers Dr. Eberhard Haas kontinuierlich fortführen", erklärt Dr. Dombek: "Schwerpunkte meiner vierjährigen Amtszeit sehe ich vor allem in der Intensivierung von Solidarität und Integration." Auf internationaler Ebene will Dr. Dombek, der Mitglied eines Schiedsgerichts bei der polnischen Wirtschaftskammer in Warschau ist, die Kontakte zu den osteuropäischen Anwaltschaften ausweiten und zu den skandinavischen Kollegen aufbauen.

"Außerdem", und dies ist für Dr. Dombek von besonderer Bedeutung, "muß die Bundesrechtsanwaltskammer ihr Augenmerk nach den Jahren der Fusion großer Sozietäten wieder mehr auf die kleinen Kanzleien richten."

"Auch die anwaltliche Wiedervereinigung ist noch keineswegs abgeschlossen", erklärt Dr. Dombek und fordert deshalb erneut, "die Abschaffung des 10%igen Gebührenabschlags für Ost-Anwälte und die Gleichbehandlung der Anwaltschaft in Ost und West."

Dr. Bernhard Dombek wird im Rahmen eines Festaktes anläßlich der Jubiläumsfeier "40 Jahre Bundesrechtsanwaltskammer" am 1. Oktober 1999 in Berlin offiziell in das Amt eingeführt und sein Vorgänger Dr. Eberhard Haas verabschiedet werden.


Bonn, den 25. September 1999

 

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