Presseinformation Nr. 13 vom 12. Mai 2000

Werbung durch Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen
Umfrage zur Zufriedenheit der Anwaltschaft, mit den neuen Möglichkeiten zu werben, belegt große Zustimmung

92 Prozent der befragten Anwältinnen und Anwälte sind mit den derzeit bestehenden Möglichkeiten, über ihre anwaltliche Tätigkeit durch Werbung zu informieren, zufrieden (siehe Abb. 7.7). Das gilt gleichermaßen für die Anwälte in Ost und West. Dies ist das Ergebnis einer von der Bundesrechtsanwaltskammer in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts für freie Berufe, Nürnberg.

Anwaltliche Werbung war früher verboten. Es gibt sie erst seit der Neuregelung der Bundesrechtsanwaltsordnung im Jahre 1994. Ihre Notwendigkeit ergab sich aus der Tatsache, dass Anwälte in Deutschland sich zunehmend spezialisierten und deswegen ein Bedürfnis der rechtsuchenden Bevölkerung entstand, über diese Spezialgebiete und sonstige Leistungen der Anwältinnen und Anwälte informiert zu werden. Anwaltliche Werbung muss deswegen sachlich und berufsbezogen sein.

"Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen verantwortungsbewusst mit ihren Möglichkeiten für Informationswerbung umgehen. Die Umfrageergebnisse belegen, dass sie die neuen Möglichkeiten als ausreichend empfinden und meinen, die Verbraucher könnten auf diese Weise über das anwaltliche Angebot ausreichend informiert werden", stellt der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, Dr. Bernhard Dombek, auf einer Pressekonferenz anlässlich der 87. Hauptversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer in Köln fest. Er weist bei dieser Gelegenheit gleichzeitig darauf hin, dass nicht nur irreführende, sondern auch aufdringliche Werbung ohne sachlich informierenden Inhalt weiterhin nicht erlaubt ist.

 

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