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Presseinformation Nr. 24 vom 03. September 2001

Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer zum Gesetzesvorschlag der Justizministerkonferenz: Anwaltsorientierte Juristenausbildung ist dringlich

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Bundesrechtsanwaltskammer begrüßt den heute vorgestellten Gesetzesvorschlag der Justizministerkonferenz, der die Juristenausbildungsreform vorantreibt und der Ausbildung der Referendare beim Rechtsanwalt deutlich mehr Gewicht geben soll.

"Die Reform ist dringend notwendig, denn die bisherige Juristenausbildung geht am Bedarf vorbei. Wenn 70% der Referendare nach bestandenem Examen schließlich den Beruf des Rechtsanwalts wählen, so muss dies seine Berücksichtigung bei der Ausbildung finden", erklärt hierzu der Vizepräsident und Pressesprecher der Bundesrechtsanwaltskammer, Rechtsanwalt und Notar Dr. Ulrich Scharf.

"Der Entwurf zielt in die richtige Richtung. Wir sind aber noch nicht zu 100 % damit einverstanden, dass die zwölfmonatige Ausbildung bei einem Rechtsanwalt lediglich im Rahmen einer Wahlstation erfolgen soll. Nach Auffassung der Bundesrechtsanwaltskammer muss im Interesse einer am Verbraucherschutz orientierten Qualitätsausbildung den anwaltsbezogenen Elementen der Ausbildung eindeutig der Vorrang eingeräumt werden. Wir fordern deshalb für den Vorbereitungsdienst eine zwölfmonatige zusammenhängende praktische Ausbildung aller Juristen in Anwaltskanzleien als Pflichtstation. Nur so kann der Realität, dass die große Mehrzahl der Referendare als Anwalt später Mandanten beraten wird, auch Rechnung getragen werden", fordert Dr. Scharf für die Bundesrechtsanwaltskammer.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
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Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
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Fax 030.28 49 39 -11
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