Presseinformation Nr. 10 vom 04. April 2002

Fachanwaltszahlen steigen weiter

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Zahl der Fachanwältinnen und Fachanwälte ist auch im Jahr 2001 erheblich gestiegen. Nach der jährlich veröffentlichten Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) betrug die Gesamtzahl der Fachanwälte in Deutschland 15.042 zum 1.1.2002. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (13.016) einen Zuwachs von 2.026 weiteren spezialisierten Anwältinnen und Anwälten und damit eine Steigerungsrate von ca. 15,6 %.
"Dieser Anstieg der Fachanwaltschaften belegt, dass die Anwaltschaft sich immer mehr spezialisiert und zugleich Qualitätsstandards setzt. Der Fachanwaltstitel garantiert hohe fachliche Beratungsqualität und ist die beste Werbung. Deshalb unterziehen sich immer mehr Kolleginnen und Kollegen dieser zusätzlichen Ausbildung", so Dr. Ulrich Scharf, Vizepräsident und Pressesprecher der BRAK.

Von der derzeitigen 7 Fachanwaltschaften sind die für das Familienrecht (4.502), das Arbeitsrecht (4.414) und das Steuerrecht (3.151) die größten. Erstmals überholt dabei das Familienrecht mit einem Zuwachs von 18,82 % das Arbeitsrecht (Zuwachs von 15,34 %).

Deutlich ist bereits der Abstand zu den Fachanwälten für Strafrecht. Auf diesem Gebiet sind 1.129 Fachanwälte tätig. Es zeigt sich aber, dass diese Fachanwaltschaft von der Anwaltschaft sehr gut angenommen wird. Während im Jahr 1998 noch 194 Fachanwälte zugelassen waren, sind es zum 1.1.2002 1.129. Dies bedeutet einen Zuwachs von 82,82 %. Durchgesetzt hat sich der Fachanwalt für Insolvenzrecht. Im Jahr 2000 waren 30 Fachanwälte zugelassen. Die Zahl ist in nur zwei Jahren auf 268 angestiegen.

Die Erlangung der Fachanwaltschaft unterliegt besonderen Qualitätsstandards: Die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung setzt unmittelbar vor Antragstellung eine mindestens dreijährige ununterbrochene Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt voraus. Voraussetzung für die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung sind besondere praktische Erfahrungen und besondere theoretische Kenntnisse (nachgewiesen durch Prüfungen) auf dem jeweiligen Gebiet der Fachanwaltschaft. Jeder Fachanwalt ist verpflichtet, sich jährlich fortzubilden und muss dies seiner Rechtsanwaltskammer unaufgefordert nachweisen. Wenn er dieser Verpflichtung nicht nachkommt, wird die Fachanwaltschaft entzogen).

 

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