Presseinformation Nr. 26 vom 16. Juli 2002

Anwälte dürfen vor jedem Oberlandesgericht auftreten

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. In Kürze dürfen Rechtsanwälte vor jedem Oberlandesgericht in Deutschland auftreten. Dies sieht das OLG-Vertretungsänderungsgesetz vor, das am 12. 7. 2002 den Bundesrat passiert hat.

Bereits seit dem 1. 7. 2002 dürfen bundesweit Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die bisher bei einem Landgericht zugelassen waren, sich auch bei ihrem Oberlandesgericht zulassen und dort auftreten. Nach der neuen Gesetzesregelung darf ein Anwalt die Interessen seines Mandanten im Zivilprozess jetzt auch bei anderen Oberlandesgerichten vertreten, wenn er bei diesen nicht zugelassen ist.

Hierzu der Vizepräsident und Pressesprecher der BRAK Dr. Ulrich Scharf: "Die Mandanten haben jetzt die Wahl. Sie können sich sowohl in der ersten als auch in der zweiten Instanz eines Zivilprozesses durch den Anwalt ihres Vertrauens beraten und vertreten lassen. In der zweiten Instanz können sie sich aber auch den bisherigen Spezialisten, OLG-Anwälten, anvertrauen."

Das neue Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Dies wird voraussichtlich Ende Juli/ Anfang August erfolgen.

 

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