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Presseinformation Nr. 10 vom 9. April 2003

Einkommen der Anwälte gesunken
Bundesrechtsanwaltskammer mahnt Gebührenreform an

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Einkommen der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland gehen zurück. Die sich rapide verschlechternde Einkommenssituation der Anwaltschaft zeigt eine durch die Bundesrechtsanwaltskammer in Auftrag gegebene Untersuchung des Institut der Freien Berufe zu den Umsatz- und Einkommensentwicklungen der Rechtsanwälte für das Wirtschaftsjahr 2000. Besonders hart getroffen werden Einzelanwälte. Sie verfügen nur noch über ein Nettoeinkommen von durchschnittlich 1.500 Euro monatlich. Dies sind ca. 20 % weniger als im Jahr 1999. Aber auch Anwälte in Sozietäten mussten Einbußen hinnehmen. Nach Abzug der Kosten und der Einkommenssteuer verblieben dem Sozius einer örtlichen Sozietät monatlich 3.172,05 Euro (- 8,29 %) und dem Anwalt in der Großkanzlei 4.009,25 Euro (- 22 %).

"Die Einkommenseinbrüche in den Anwaltskanzleien sind dramatisch. Für Einzelanwälte lohnt es sich kaum noch, zu arbeiten," erklärt Dr. Bernhard Dombek, Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer. Dombek weist darauf hin, dass bei den berechneten Monatsnettoeinkommen die Aufwendungen des Rechtsanwalts für die Alters- und Krankenvorsorge noch nicht berücksichtigt sind. "Wir gehen davon aus, dass auch in den Jahren 2001 bis 2003 angesichts der Wirtschaftsflaute die Einkommen der Anwältinnen und Anwälte weiter sinken. Anwälte tragen ein wirtschaftliches Risiko und beschäftigen Angestellte und Auszubildende. Derartige Einkommenseinbrüche sind nicht mehr hinnehmbar. Wir fordern deshalb noch in diesem Jahr die seit langem diskutierte Gebührenreform," appelliert Dr. Dombek an den Gesetzgeber.

 

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Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
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Pressesprecherin

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