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Presseinformation Nr. 13 vom 28. April 2003

Anwälte spezialisieren sich
Bundesrechtsanwaltskammer: Bedeutung der Fachanwälte nimmt zu

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Anwaltschaft spezialisiert sich weiter. Die Zahl der Anwälte, die die zusätzliche Qualifikation zum Fachanwalt erworben haben, ist auch im Jahr 2002 erheblich gestiegen. Nach der jährlich veröffentlichten Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) betrug die Gesamtzahl der Fachanwälte in Deutschland zum 1.1.2003 16.933. Damit sind nahezu 14 % der Anwältinnen und Anwälte Fachanwälte (gegenüber ca. 13 % im Vorjahr).

"Die Anwaltschaft setzt damit Qualitätsstandards. Der Fachanwaltstitel garantiert hohe fachliche Beratungsqualität und ist die beste Werbung. Deshalb unterziehen sich immer mehr Kolleginnen und Kollegen dieser zusätzlichen Ausbildung", so Dr. Bernhard Dombek, Präsident der BRAK. "Der Trend geht weiter weg vom Generalisten. Die Entwicklung zeigt, dass die Mandanten Spezialisierung fordern und auf dieser Grundlage den Anwalt ihres Vertrauens suchen," so Dr. Dombek.

Von der derzeitigen 8 Fachanwaltschaften hat sich die Fachanwaltschaft für das Familienrecht (5.126) als größte Fachanwaltschaft etablieren können. Gefragt ist die Spezialisierung im Familienrecht insbesondere bei den Anwältinnen mit einem Anteil von nahezu 52 %. Es folgen die Fachanwaltschaften für das Arbeitsrecht (5.000) und das Steuerrecht (3.391).

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr die Fachanwaltschaft für das Versicherungsrecht. Mit den ersten Zahlen hierzu rechnet die BRAK Anfang 2004.

Die Erlangung der Fachanwaltschaft unterliegt besonderen Qualitätsstandards: Die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung setzt unmittelbar vor Antragstellung eine mindestens dreijährige ununterbrochene Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt voraus. Voraussetzung für die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung sind besondere praktische Erfahrungen und besondere theoretische Kenntnisse (nachgewiesen durch Prüfungen) auf dem jeweiligen Gebiet der Fachanwaltschaft. Jeder Fachanwalt ist verpflichtet, sich jährlich fortzubilden und muss dies seiner Rechtsanwaltskammer unaufgefordert nachweisen. Wenn er dieser Verpflichtung nicht nachkommt, wird die Fachanwaltschaft entzogen).

 

Weitere Informationen:

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
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Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
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Fax 030.28 49 39 -11
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