Presseinformation Nr. 27 vom 21. Oktober 2003

Erinnerung als Mahnung
Ausstellung "Anwalt ohne Recht" in Jerusalem

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin/Jerusalem. In Anwesenheit der Bundesjustizministerin Zypries und ihres israelischen Amtskollegen Lapid wurde die Ausstellung "Anwalt ohne Recht" am 22. Oktober 2003 in Jerusalem eröffnet. Die Ausstellung, die an das Schicksal der jüdischen Anwälte in Deutschland nach 1933 erinnert, wird damit erstmals außerhalb Deutschlands präsentiert. Bei der Ausstellungseröffnung in den Räumen der gastgebenden israelischen Rechtsanwaltskammer machte Dr. Bernhard Dombek, Präsident der BRAK, deutlich, wie wichtig der deutschen Anwaltschaft die Aufarbeitung der Vergangenheit sei. Er bedauerte, dass über 50 Jahre vergehen mussten, bis diese Ausstellung zustande kam, die die Verstrickung von Anwaltschaft und Justizbehörden bei Entrechtung, Vertreibung und letztlich Ermordung ihrer jüdischen Kolleginnen und Kollegen dokumentiert.

Die Ausstellung, die die Bundesrechtsanwaltskammer und der Deutsche Juristentag e.V. gemeinsam in Israel und Deutschland veranstalten, dokumentiert in Israel auf 24 Tafeln in einer englischen Fassung das Schicksal von Anwälten jüdischer Herkunft in Deutschland. In Israel wird die Ausstellung im Anschluss an ihre Präsentation in Jerusalem noch in Tel Aviv und Haifa zu besichtigen sein. In Deutschland ist die Wanderausstellung auf ca. 40 Tafeln zur Zeit im Landgericht Chemnitz (bis 5. Dezember 2003) für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

 

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