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Presseinformation Nr. 11 vom 8. Juni 2004

125 Jahre Rechtsanwaltskammern
Auftaktveranstaltung Rechtsstaat und Terror am 10./11.6.2004 in Berlin

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. 180 Anwälte und Juristen diskutieren am 10./ 11. Juni auf einem Symposium der Bundesrechtsanwaltskammer in Berlin über die rechtlichen Entwicklungen und Konsequenzen seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York und jüngst in Madrid. Die Veranstaltung, die durch den Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer Dr. Bernhard Dombek und die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries im Bärensaal der Innenbehörde von Berlin am 10.6. um 10.30 Uhr eröffnet wird, behandelt die Frage, wie weit der Rechtsstaat gehen darf, um seine Gesellschaft vor den schwerwiegenden Gefahren des globalen Terrorismus zu schützen. Bekannte Experten, Wissenschaftler und Anwälte diskutieren, ob es in einem Rechtsstaat verschiebbare Grenzen geben kann. Die Entwicklungen in Guantanamo Bay, wo mehr als 600 Gefangene seit nunmehr fast 3 Jahren ohne Anklage und ohne Rechtsbeistand festgehalten werden, aber auch die in Deutschland stattfindende Debatte über die Rechtfertigung von Folter, belegen den schwierigen Balanceakt zwischen Sicherheit und Freiheit bei der staatlichen Bekämpfung des Terrorismus.

Mit Vorträgen der Terrorismusforscher Rolf Tophoven (Direktor des Instituts Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik), Daniel Benjamin (Center for Strategic & International Studies in Washington) und des Strafverteidigers Dr. Gerhard Strate werden sich die Teilnehmer zunächst mit den Bedrohungen und Wirkungen von Terrorismus befassen. Namhafte Fachleute und Wissenschaftler, u.a. die Professoren Roxin, Nolte, Denninger und Gusy referieren und diskutieren mit den Teilnehmern am Nachmittag des 10. Juni in verschiedenen Arbeitsgruppen über die Grenzen des Rechtsstaats. Am 11. Juni stellen sich der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Winfried Hassemer, der Grünen Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, der Strafverteidiger Prof. Dr. Gunter Widmaier und Bundesanwalt Rainer Griesbaum den Fragen des Fachjournalisten Dr. Reinhard Müller von der FAZ.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
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Pressesprecherin

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Fax 030.28 49 39 -11
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