Presseinformation Nr. 19 vom 6. September 2004

Rechtsberatungsgesetz
BRAK fordert Stärkung des Verbraucherschutzes bei der Rechtsberatung

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. "Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) unterstützt Änderungen des Rechtsberatungssystems", erklärt der Präsident der BRAK Dr. Bernhard Dombek anlässlich der Vorstellung eines Diskussionsentwurfs des Bundesjustizministeriums für ein Rechtsdienstleistungsgesetz. Es soll das bisherige Rechtsberatungsgesetz ablösen. "Transparenz und Qualitätssicherung bei der Erteilung von Rechtsrat sind bester Verbraucherschutz und unser Ziel. Wir werden die Vorschläge des Bundesjustizministeriums deshalb sorgfältig diskutieren, denn auch nach Auffassung der BRAK sind Anpassungen und Änderungen erforderlich," so Dombek.

In einem eigenen Entwurf Anfang August hatte die BRAK bereits Vorschläge für eine Deregulierung des Rechtsberatungssystems veröffentlicht. Sie will unter anderem die Nachbarschaftsberatung und Rechtsrat im Familien- und Freundeskreis freigeben. Öffnungen schlägt die BRAK auch bei der sozialen und karitativen Beratung durch Verbände für jedermann vor, wenn die Beratung durch Volljuristen gesichert ist. "Der BRAK kommt es auf qualitativen und unabhängig erteilten Rechtsrat an. Dies können in der Regel nur Anwälte gewährleisten, denn sie sind hierfür ausgebildet. Wir erteilen Möchtegernjuristen, Scharlatanen und Stümpern aber eine Abfuhr, wenn es um das sensible Gut Recht geht", erklärt Dombek und weist daraufhin, dass nur Anwälte zu Unabhängigkeit, Verschwiegenheit und konsequenten Vertretung der Interessen ihrer Mandanten verpflichtet sind.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
Mail [E-Mail-Adresse versteckt]

 
Copyright 2017 - Bundesrechtsanwaltskammer