Logo: Bundesrechtsanwaltskammer

Presseinformation Nr. 8 vom 3. Mai 2004

"Anwalt ohne Recht - Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933"
Ausstellung im Verwaltungsgericht Köln vom 05. Mai bis zum 31. Juli 2004

Bundesrechtsanwaltskammer Berlin/ Köln. In Anwesenheit des Justizministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Gerhards, des Oberbürgermeisters der Stadt Köln, Fritz Schramma und des Vorstandsmitglieds der Synagogen-Gemeinde Köln, Dr. Michael Rado, wird die vom Deutschen Juristentag e.V. und der Bundesrechtsanwaltskammer kreierte bundesweite Ausstellung "Anwalt ohne Recht - Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933" heute am 03. Mai 2004, 11.00 Uhr im Verwaltungsgericht Köln eröffnet. Die Ausstellung wird ergänzt durch weitere 23 Tafeln, die das Schicksal jüdischer Juristen in Köln unter der NS-Diktatur darstellen.

Gleichzeitig wird in dem Festakt zur Eröffnung der Ausstellung mit geladenen Gästen aus Justiz, Politik und Verwaltung aus ganz Deutschland, dem benachbarten Ausland und Israel der Öffentlichkeit das Buch von Prof. Dr. Klaus Luig "weil er nicht arischer Abstammung ist" vorgestellt. In diesem Buch wird das Schicksal der im Oberlandesgerichtsbezirk Köln tätigen jüdischen Juristen einzeln dargestellt. Bewusst sind in die Darstellung neben den Rechtsanwälten auch die Richter, Staatsanwälte, Notare und Hochschullehrer einbezogen worden. Herausgeber des Buches ist die Rechtsanwaltskammer Köln.

Pressekonferenz: 30. April 2004 um 11.00 Uhr
Presseführung: 12.00 Uhr
Eröffnung: 03. Mai 2004 um 11.00 Uhr
Symposium: 14.00 Uhr mit anschließender Podiumsdiskussion

Nach der Eröffnung durch den Präsidenten der Rechtsanwaltskammer Köln, Dr. Peter Thümmel, richten der Präsident des Verwaltungsgerichts, Dr. Joachim Arntz, und der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, Dr. Bernhard Dombek, Grußworte an die Gäste. Den Eröffnungsvortrag hält Joel Lion, 1. Botschaftssekretär der Botschaft des Staates Israel. Im Anschluss an die Eröffnung besteht für die Gäste Gelegenheit, während eines kleinen Empfangs die Wanderausstellung im Verwaltungsgericht zu besichtigen.
Am Nachmittag findet ab 14.00 Uhr ein Symposion zu dem Thema
"Verwaltung des Unrechts - Die Umsetzung der nationalsozialistischen Rassegesetze im Bereich der Justiz"
statt. Nach zwei einleitenden Kurzreferaten von Herrn Prof. Dr. Klaus Luig und Frau Dr. Simone Ladwig-Winters diskutieren unter der Moderation von Herrn Micha Guttmann, Redakteur des Westdeutschen Rundfunks, Vertreter der Wissenschaft, Justiz und Anwaltschaft über dieses Thema.

 

Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli 2004 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Eintritt ist kostenlos.
Öffnungszeiten der Ausstellung im Verwaltungsgericht
(Appellhofplatz, 50667 Köln):
Di. bis Do.: 8.30 bis 16.00 Uhr und Fr.: 8.30 bis 13.30 Uhr
Weitere Einzelheiten und Informationen zur Ausstellung erhalten Interessierte unter der Tel.-Nr.: 02 21/9 73 01 00 - RA Vossebürger, Rechtsanwaltskammer Köln.

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
Mail [E-Mail-Adresse versteckt]

 
 
  1. » Startseite
  2. » Für Journalisten
  3. » Pressemitteilungen - Archiv
  4. » 2004
  5. » Presseinformation 8/2004

gedruckt am 11.23.2017

Copyright 2017 - Bundesrechtsanwaltskammer