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Pressemitteilung Nr. 10 vom 13.04.2005

Fachanwaltszahlen steigen
Bundesrechtsanwaltskammer: Jeder 6. Anwalt qualifiziert sich zusätzlich als Fachanwalt

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Nahezu jeder 6. Anwalt in Deutschland führt heute den zusätzlichen Titel eines Fachanwalts. Nach den aktuellen Statistiken der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) stieg die Zahl der Fachanwälte zum 1.1.2005 auf 19.879 der insgesamt zum 1.1.2005 zugelassenen 132.569 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Die größte Fachanwaltschaft ist das Arbeitsrecht 5.948 gefolgt vom Familienrecht mit 5.943 Fachanwälten. Es folgen die Fachanwaltschaften für Steuerrecht mit 3.688, Strafrecht (1.585), Verwaltungsrecht (1.145), Sozialrecht (787) und Insolvenzrecht (561). Der Ende 2003 neu eingeführte Fachanwalt für Versicherungsrecht wurde von 222 Anwälten erworben.

"Der Fachanwaltstitel ist ein wichtiger Qualitätsstandard. Anwältinnen und Anwälte, die den Titel führen, unterziehen sich einer zusätzlichen Berufsfortbildung und müssen besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf dem Fachgebiet nachweisen können. Der Fachanwaltstitel ist deshalb ein Garant für hohe fachliche Beratungsqualität," erklärt der Präsident der BRAK Dr. Bernhard Dombek. "Der hohe Anteil der Fachanwälte in Deutschland ist ein Beleg dafür, dass die Anwaltschaft bereit ist, sich fortzubilden. Wir gehen davon aus, dass der Trend zur Spezialisierung anhalten wird," erläutert Dr. Dombek die aktuellen Zahlen. Dombek verweist zudem auf die 6 neuen Fachanwaltschaften für Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht und Transport- und Speditionsrecht, die jüngst durch die Satzungsversammlung bei der BRAK beschlossen wurden.

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Qualifikation Fachanwalt

Die Erlangung der Fachanwaltschaft unterliegt besonderen Qualitätsstandards: Die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung setzt unmittelbar vor Antragstellung eine mindestens dreijährige ununterbrochene Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt voraus. Voraussetzung für die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung sind besondere praktische Erfahrungen und besondere theoretische Kenntnisse (nachgewiesen durch Prüfungen) auf dem jeweiligen Gebiet der Fachanwaltschaft. Jeder Fachanwalt ist verpflichtet, sich jährlich fortzubilden und muss dies seiner Rechtsanwaltskammer unaufgefordert nachweisen. Wenn er dieser Verpflichtung nicht nachkommt, wird die Fachanwaltschaft entzogen).
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Weitere Informationen:
>> Übersichtstabellen | Anteil der Fachanwälte [Verlinkung auf pdf: Fachanwaelte2005.pdf]

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
Mail [E-Mail-Adresse versteckt]

 
 
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