Logo: Bundesrechtsanwaltskammer

Pressemitteilung Nr. 3 vom 7.03.2005

Zuwachs bei den Anwaltszahlen hält weiter an
Bundesrechtsanwaltskammer lehnt Zulassungsbeschränkungen ab und setzt auf Qualitätssicherung durch Fortbildung

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Zahl der Anwälte in Deutschland nimmt weiter zu. Am 1.1.2005 waren bei den Rechtsanwaltskammern insgesamt 132.569 Rechtsanwälte und 179 RA-GmbHs registriert - ein Anstieg um 4,56 %. Das geht aus der neuen Jahresstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) in Berlin hervor. Damit hat sich die Zahl der in Deutschland zugelassenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte seit 1990 mehr als verdoppelt. Obwohl es vor allem für Berufsanfänger immer schwieriger wird, einen Stand auf dem Rechtsberatungsmarkt zu finden und zu erhalten, lehnt die BRAK Zulassungsbeschränkungen strikt ab.

"Wir können nicht auf der einen Seite unsere Berufsausübung ständig und nachhaltig deregulieren und auf der anderen Seite das stärkste Regulierungsmittel, nämlich eine Beschränkung des Zugangs zum Beruf einsetzen", meint Dr. Bernhard Dombek, Präsident der BRAK, und erteilt damit direkten oder indirekten Forderungen nach einem Numerus Clausus im Fach Jura eine klare Absage. Allerdings beinhalte der freie Zugang zum Anwaltsberuf nicht nur die Chance, sich auf dem Rechtsmarkt dauerhaft zu etablieren, sondern eben auch, gegebenenfalls zu scheitern. "Das lässt sich nur durch Qualität in der anwaltlichen Beratung vermeiden. Und Qualität setzt ständige Fortbildung voraus", ist Dombek überzeugt.

Wer rastet, der rostet. Deshalb setzt sich die BRAK für eine geprüfte Fortbildungsverpflichtung aller Anwälte ein, die insbesondere dem Verbraucherschutz zu Gute kommt. In diesem Zusammenhang hat die Satzungsversammlung bei der BRAK Ende Februar 2005 beschlossen, dass jeder Anwalt, der mit qualifizierenden Zusätzen wirbt, indem er seinem Namen zum Beispiel einzelne Rechtsgebiete oder die Worte "Experte" beziehungsweise "Spezialist" hinzufügt, entsprechende theoretische Kenntnisse nachweisen muss.

Die etwa 18.500 deutschen Fachanwälte kennen die gesetzlich festgeschriebene Fortbildungspflicht längst. Erfüllen sie die vorgeschriebenen jährlichen Seminarstunden nicht, wird ihnen der Titel wieder aberkannt. Auch hier stehen die Zeichen der Anwaltschaft also ganz auf Qualitätssicherung. Und die Zahl der Rechtsgebiete, in denen der Verbraucher die Hilfe eines Fachanwalts in Anspruch nehmen kann, steigt kontinuierlich an. Erst kürzlich hat nämlich die Satzungsversammlung die Fachanwaltstitel von 8 auf 14 Rechtsgebiete ausgeweitet - auch das ein Zeichen für einen gewandelten Rechtsanwaltsmarkt.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
Mail [E-Mail-Adresse versteckt]

 
 
  1. » Startseite
  2. » Für Journalisten
  3. » Pressemitteilungen - Archiv
  4. » 2005
  5. » Presseinformation 3/2005

gedruckt am 11.24.2017

Copyright 2017 - Bundesrechtsanwaltskammer