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Pressemitteilung Nr. 4 vom 14.03.2005

Mehr Jurastudenten
BRAK fordert höhere Qualitätsstandards im juristischen Studium

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die Zahl der Anfänger für das Studium der Rechtswissenschaft ist spürbar gewachsen. Nach einer von der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) veröffentlichten Statistik entschieden sich 21.631 Studienanfänger im Jahr 2003 für das Fachgebiet. Dies ist ein Anstieg um nahezu 2.300 Studienanfänger gegenüber dem Vorjahr (19.361 in 2002), und sogar ca. 3.500 gegenüber 2001.

Die BRAK geht deshalb davon aus, dass damit in den nächsten Jahren die hohe Zuwachsrate bei der Anwaltschaft anhalten wird. Jährlich steigen die Anwaltszahlen um ca. 5.000 Anwältinnen und Anwälte (vgl. hierzu die Presseerklärung der BRAK v. 7.3.2005 [Verlinkung intern auf: 4.1.2. Unterseite Presseinformation 3/2005]). Ca. 80 % der zweitexaminierten Juristen wählen den Weg in die Anwaltschaft. "Den hohen Zuwachszahlen im Studium und bei den Berufsanfängern kann nicht mit Zulassungsbeschränkungen entgegengewirkt werden. Wir setzen auf hohe Qualität und fordern deshalb auch frühzeitige strenge Prüfungsanforderungen im Studium. Hohe Anforderungen bei der Zwischenprüfung, wie z.B. bei den Ärzten, sind eine geeignete Maßnahme, um bei den jungen Studenten rechtzeitig die Frage zu beantworten, ob sie das richtige Studium gewählt haben. Die Universitäten und die Bundesländer sind in der Pflicht," fordert der Präsident der BRAK Dr. Bernhard Dombek. "Wir wollen die Qualität der Rechtsberatung im Interesse der Verbraucher, unserer Mandanten, hochhalten. Deshalb muss schon im Studium die Weiche richtig gestellt werden." Positiv beurteilt Dombek die Reform der Referendarsausbildung. Die Verlängerung und Vertiefung der anwaltsbezogenen Ausbildung im Referendariat sei ein wichtiger Schritt, um den hohen Zugangszahlen zur Anwaltschaft Rechnung zu tragen. "Insbesondere die durch die Rechtsanwaltskammern angebotenen Lehrgänge für Referendare zur Vorbereitung auf den Anwaltsberuf werden akzeptiert und sind ausbaufähig," so Dombek.

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Weitere Informationen:
>> Tabelle | Statistik Jurastudenten seit 1959 [Verlinkung auf pdf: Statistik_Jurastudenten_1959-2003.pdf]

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
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