Pflichtfortbildung für Anwälte
Bundesrechtsanwaltskammer diskutiert Qualitätssicherung durch überprüfbare Pflichtfortbildung / Europas Anwälte im Qualitätsvergleich

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Die zurzeit 135.000 Anwältinnen und Anwälte in Deutschland sollen sich in Zukunft überprüfbar fortbilden müssen. Dies forderte der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) Dr. Bernhard Dombek anlässlich der 5. Europäischen Konferenz der BRAK in Anwesenheit der Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries und der Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Justiz Karin Schubert sowie Vertretern von 17 europäischen Anwaltschaften.

Bisher unterliegen Deutschlands Anwälte zwar einer allgemeinen Fortbildungspflicht. Diese ist nach Auffassung der BRAK jedoch ein zahnloser Tiger, da die Fortbildung nicht überprüft werden kann. Auch gibt es keine Regelungen über Art und Umfang der Fortbildung. Die BRAK stützt sich mit ihren Überlegungen auf die Erfahrungen und Entwicklungen in anderen europäischen Staaten.

"In den letzten 10 Jahren wurde in England, Frankreich, Belgien, Niederlanden, Irland, Schottland, Finnland und Litauen eine kontrollierte Pflichtfortbildung bei den Anwaltschaften eingeführt", informiert Dombek. Die Ergebnisse der Europäischen Konferenz der BRAK belegen, dass auch andere Länder, z. B. Spanien, Dänemark, Tschechien, Slowakei und Luxemburg gesetzgeberische Maßnahmen prüfen oder bereits umsetzen. "Deutschlands Anwälte beraten auf qualitativ hohem Niveau. Diese Qualität muss jedoch gerade im europäischen Vergleich aufrechterhalten werden im Interesse unserer Mandanten", fordert Dombek und weist auf die bereits bestehende kontrollierbare Fortbildungspflicht bei Fachanwälten hin. "Wir haben gute Erfahrungen mit der Fortbildungspflicht der Fachanwälte gemacht. Wer rastet der rostet! Wir wollen weiter stolz auf gute Anwälte sein. Deshalb sollte jeder Anwalt, insbesondere wenn er mit seinen Qualitäten wirbt, sich fortbilden und dies auch nachweisen", so Dombek.

 

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