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Presseinformation Nr. 9 vom 15. März 2007

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Bundesrechtsanwaltskammer unterstützt elektronischen Rechtsverkehr

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Im Rahmen der CEBIT präsentieren heute die Bundesrechtsanwaltskammer, die Bundesnotarkammer sowie der Deutsche Anwaltverein zusammen mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und der Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue einen gemeinsamen 10-Punkte-Plan zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs.

Mit den Maßnahmen, die in diesem Zehn-Punkte-Programm vorgeschlagen werden, soll der Anwendungsbereich des elektronischen Rechtsverkehrs erheblich erweitert werden. Es wird angestrebt, dass bis zum Jahr 2010 alle Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizbehörden flächendeckend die gesamte Kommunikation zwischen den Beteiligten elektronisch abwickeln können. Dann soll es möglich sein, beispielsweise den gesamten Schriftverkehr im Rahmen eines Prozesses über einen so genannten elektronischen Gerichtsbriefkasten zu führen. Auch die Akteneinsicht durch Rechtsanwälte könnte dann auf elektronischem Weg erfolgen. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass die Mehrzahl der Anwaltskanzleien sowie bei Gericht die Geschäftsstellen, Richter- und Rechtspflegerarbeitsplätze für den elektronischen Rechtsverkehr ausgestattet sind.

Voraussetzung für die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr ist für die Anwälte eine so genannte Signaturkarte. Damit ist es möglich, elektronische Dokumente zu unterschreiben. Neben anderen Anbietern gibt jetzt auch die Bundesnotarkammer (BNotK) in Kooperation mit der Bundesrechtsanwaltskammer eine solche Signaturkarte für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte heraus.

"Der elektronische Rechtsverkehr birgt - auch für uns Anwälte - große Chancen für eine schnellere effektivere Arbeitsweise," erläutert der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Dr. Bernhard Dombek. "Abläufe können so beschleunigt werden und damit kommt auch der Bürger schneller zu seinem Recht. So wird der elektronische Rechtsverkehr einen wichtigen Beitrag zum Rechtsfrieden und zur Stärkung des Rechtsstaates leisten. Die Bundesrechtsanwaltskammer wird diesen Prozess aktiv begleiten."


Berlin, den 15. März 2007

Ansprechpartner für Rückfragen und nähere Informationen:
Rechtsanwältin Peggy Fiebig und Frauke Karlstedt
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Die Bundesrechtsanwaltskammer vertritt als Dachorganisation 27 Regionalkammern und die Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof und damit derzeit ca. 142.800 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in der Bundesrepublik.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
Littenstr. 9
10179 Berlin
Tel. 030.28 49 39 - 0
Fax 030.28 49 39 -11
Mail [E-Mail-Adresse versteckt]

 
 
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