| |
5.3.1999
Zahl der Anwälte und Anwältinnen steigt überproportional
auf knapp 98.000
Überdurchschnittlicher Zuwachs in den neuen Bundesländern
Bundesrechtsanwaltskammer, Bonn. Nach den ersten vorliegenden
Daten der jährlichen Anwaltsstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer
für 1998 ist die Zahl der Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen
auch 1998 überproportional gestiegen. Zum 1.1.99 betrug die
Zahl der Rechtsanwälte in Deutschland 97.791. Dies bedeutet
im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 6.275 neuzugelassenen
Anwälten und Anwältinnen und damit eine Steigerungsrate
von 6,86 Prozent.
Mit durchschnittlich 500 Neuzulassungen pro Monat bewegt sich der
Zuwachs weiterhin auf hohem Niveau. "Aufgrund dieses derzeitigen
Anstiegs erwarten wir für Mai 1999, daß die Zahl 100.000
an zugelassenen Anwälten und Anwältinnen überschritten
wird", prognostiziert Rechtsanwalt und Notar Dr. Eberhard Haas,
Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer.
Zu den größten Kammerbezirken gehören die Rechtsanwaltskammern
in München mit 11.271 Mitgliedern, Frankfurt am Main (9.777),
Hamm (9.371), Köln (7.621), Düsseldorf (6.743) und die
Kammer in Berlin (6.630).
"Während der Zuwachs der Mitgliederzahlen bei den Rechtsanwaltskammern
in den alten Bundesländern überwiegend durchschnittlich
hoch ist (zwischen 3 und 7 Prozent), ist dieser Anstieg bei fast
allen Kammern in den neuen Bundesländern überproportional
hoch", erklärt Dr. Haas. So verzeichnet die Rechtsanwaltskammer
von Brandenburg einen Mitgliederanstieg von 12,6 %, der bei der
Kammer von Sachsen 9,1 Prozent und bei der benachbarten Kammer von
Sachsen-Anhalt 7,5 Prozent beträgt.
Bonn, den 5. März 1999
|
|
|