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26.08.1999
Zahl der Jurastudenten steigt weiterhin auf hohem NiveauBundesrechtsanwaltskammer
mahnt Reform der Juristenausbildung an
Die Zahl der Studienanfänger im Fach Rechtswissenschaft liegt
wie in den Vorjahren bei rund 20.000 und damit fast doppelt so hoch
wie 1985 (siehe Tabelle). 30 bis 35 Prozent dieser Studienanfänger
werden circa acht Jahre später zur Anwaltschaft zugelassen.
"Die Spitze der Zulassungszahl zur Anwaltschaft dürfte
jedoch noch nicht erreicht sein", prophezeit der Präsident
der Bundesrechtsanwaltskammer, Rechtsanwalt und Notar Dr. Eberhard
Haas: "die gestiegenen Zahlen im zweiten juristischen Staatsexamen
lassen den Schluß zu, daß in den nächsten Jahren
weiterhin Zuwachszahlen von mehr als jährlich 6.000 Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälten zu erwarten sind."
"Die Vergangenheit hat gezeigt, daß der prozentuale Anteil
der neu zugelassenen Rechtsanwälte an der Zahl der Studienanfänger
umso größer ist, je höher die Zahl der Studienanfänger
ist", erklärt Dr. Haas: "Schwachpunkt der juristischen
Ausbildung ist aber nach wie vor, daß nur unzureichend auf
den Beruf des Anwalts vorbereitet wird, obwohl nahezu 70 Prozent
der Volljuristen in den Anwaltsberuf drängen. Eine Reform der
Juristenausbildung ist deshalb dringender denn je", mahnt der
Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, "wenn den jungen
Kolleginnen und Kollegen eine realistische Chance auf dem Arbeitsmarkt
gegeben werden soll."
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