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Wettbewerb und Freie Berufe Bundesregierung
stärkt Berufskammern (BT-Drucks. 15/3265) Positionspapier
zur Studie des Instituts für Höhere Studien, Wien, erstellt von
Prof. Dr. Martin Henssler und RA Dr. Matthias Kilian: "Economic Impact
Of Regulation In The Field Of Liberal Professions in Different Member States"
Europäische Konferenz der BRAK Vom 20.3. bis 22.3.2003
fand die vierte Europäische Konferenz der BRAK in Berlin statt (vgl. Nachrichten
aus Brüssel Nr. 5). Thema der Konferenz waren die Auswirkungen der Kartellrechtsprechung
des EuGH, insbesondere der Urteile vom 19.2.2002 ("Wouters" und "Arduino")
auf das nationale Berufsrecht. Auf der Konferenz nahm Wettbewerbskommissar Monti
erstmalig Stellung zu den Ergebnissen des Institutes für Höhere Studien
in Wien. Einerseits betonte er, dass weniger Regulierung der Freien Berufe dem
Verbraucher nutze, andererseits erkannte er ausdrücklich an, dass bestimmte
Regeln für die Funktion eines Freien Berufes existentiell sind und deshalb
nicht untersagt werden sollen - obwohl der Tatbestand des Art. 81 I EG an sich
erfüllt sein könnte. An der Tagung nahmen neben der Bundesjustizministerin
und dem BGH-Präsidenten die europäischen und nationalen Rechtsanwaltskammerpräsidenten
teil. (Stand 22.3.2003) Pressemitteilung der BRAK: http://www.brak.de/seiten/04_03_07.php
Rede von Wettbewerbskommissar Monti (englisch): http://europa.eu.int/comm/competition/speeches/text/
sp2003_007_en.pdf Zusammenfassung der Ergebnisse des Instituts
für Höhere Studien in Wien (deutsch): http://europa.eu.int/comm/competition/publications/
prof_services/executive_de.pdf Zwischenzeitlich hat die
Europäische Kommission die Zusammenfassung des Forschungsberichts des Instituts
für Höhere Studien in Wien über die wirtschaftlichen Auswirkungen
einzelstaatlicher Regelungen für die Freien Berufe auch auf deutsch veröffentlicht.
Den Forschungsbericht hat Wettbewerbskommissar Monti das erste Mal anlässlich
der Europäischen Konferenz der BRAK in Berlin am 21.03.2003 vorgestellt.
Der Forschungsbericht beruht auf Angaben, die die verschiedenen Berufsorganisationen
in Europa aufgrund eines Fragebogens beantwortet haben. Der Forschungsbericht
enthält sogenannte Gesamtregelungsindizes für die verschiedenen Freien
Berufe. Je höher der Regulierungsgrad ermittelt wurde, um so höher fällt
der entsprechende Wert innerhalb eines Spektrums von 0 bis 12 aus. Im Rahmen der
juristischen "Dienstleistungen" liegt Deutschland mit einem Wert von
6,5 im überdurchschnittlich hohen Regulierungsbereich, im Vergleich zu anderen
Mitgliedstaaten jedoch im Mittelfeld. Außerdem hat die Europäische
Kommission ihrerseits einen Fragebogen veröffentlicht, mit dem einerseits
die Verbraucher, andererseits aber auch die Berufsorganisationen die Möglichkeit
bekommen, zu den Ergebnissen der Studie Stellung zu nehmen. Abgabefrist ist der
31.05.2003. (Stand 9.4.2003) Den Gesamtbericht des Instituts für Höhere
Studien finden Sie hier (englisch): http://europa.eu.int/comm/competition/publications/
prof_services/prof_services_ihs_part_1.pdf (deutsch) http://europa.eu.int/comm/competition/
general_info/invitation/de.pdf Die einzelnen Fallstudien können
hier abgerufen werden (englisch): http://europa.eu.int/comm/competition/publications/
prof_services/prof_services_ihs_part_2.pdf Referenzen und Anhänge
finden Sie hier: http://europa.eu.int/comm/competition/publications/
prof_services/prof_services_ihs_part_3.pdf |