17. Gibt es Vorgaben für die Kanzlei-Angestellten?

Der Beschäftigtendatenschutz ist in § 26 BDSG-neu geregelt. Die Regelungen gelten unabhängig von der Art der Verarbeitung, d. h. auch bei der Verarbeitung in Papier.

Hierunter sind auch Bewerberdaten zu fassen. Hier ist bei der Speicherdauer von Bewerberdaten zu beachten, dass diese ca. sechs Monate ab Zugang des Ablehnungsschreibens aufbewahrt werden dürfen und danach gelöscht werden müssen.

Die Daten der juristischen und nicht juristischen Mitarbeiter der Kanzlei dürfen zur Durchführung des Arbeitsverhältnisses während der gesamten Dauer der Beschäftigung in besonders gesicherten Personalakten aufbewahrt werden. Nach Beendigung des Arbeitsvertrages gelten zum Teil nachvertragliche Aufbewahrungspflichten, die sich aus dem SGB oder anderen Gesetzen ergeben können.

Das Kurzpapier zum Beschäftigtendatenschutz der Datenschutz-Konferenz kann unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.bfdi.bund.de/DE/Home/Kurzmeldungen/DSGVO_Kurzpapiere1-3.html.

 
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