25. Haften Rechtsanwälte bei Datenschutz-Verstößen?

Rechtsanwälte können sich Schadensersatzforderungen ausgesetzt sehen. Jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen die DS-GVO ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, hat Anspruch auf Schadenersatz gegen den Verantwortlichen, d.h. den Kanzleiinhaber, oder gegen den Auftragsverarbeiter. Der Kanzleiinhaber haftet somit für den Schaden, der durch eine nicht den Vorgaben der DS-GVO entsprechende Verarbeitung verursacht wurde (Art. 82 DS-GVO).

Dabei ist in Art. 82 Abs. 3 DSGVO eine Beweislastumkehr normiert: „Der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter wird von der Haftung gemäß Absatz 2 befreit, wenn er nachweist, dass er in keinerlei Hinsicht für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, verantwortlich ist.

 
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