6. Hat der Rechtsanwalt eine Informationspflicht gegenüber Gegnern?

Grundsätzlich sieht Art. 14 DS-GVO eine Informationspflicht vor, wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben wurden. Diese decken sich in weiten Teilen mit den in Art. 13 DS-GVO geforderten Angaben. Zusätzlich muss u. a. angegeben werden, aus welcher Quelle die personenbezogenen Daten stammen (Art. 14 Abs. 2f DS-GVO). Die weiteren Vorgaben in Art. 13 Abs. 2 bis 5 DS-GVO sind ebenfalls zu beachten.

§ 29 BDSG-neu enthält hier eine Sonderregelung bzgl. der Rechte der betroffenen Person und der aufsichtsbehördlichen Befugnisse im Fall von Geheimhaltungspflichten. So regelt § 29 Abs. 2 BDSG-neu Folgendes: „Werden Daten Dritter im Zuge der Aufnahme oder im Rahmen eines Mandatsverhältnisses an einen Berufsgeheimnisträger übermittelt, so besteht die Pflicht der übermittelnden Stelle zur Information der betroffenen Person gemäß Artikel 13 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2016/679 nicht, sofern nicht das Interesse der betroffenen Person an der Informationserteilung überwiegt.

 
Copyright 2018 - Bundesrechtsanwaltskammer