Presseinformation Nr. 7 vom 21. März 2003

Internationale Anwaltskonferenz der Bundesrechtsanwaltskammer in Berlin
EU-Wettbewerbskommissar Monti fordert mehr Markt

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Auf einer von der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) in Berlin veranstalteten internationalen Anwaltskonferenz hat der europäische Wettbewerbskommissar Monti die versammelten europäischen Anwälte dazu aufgefordert, sich mehr dem Wettbewerb zu stellen. Zugleich betonte er, es gebe nationale Standards, die sich zum Export in andere Länder eigneten. Mehr Mut und Selbstbewusstsein, so Monti, würde den teilweise überregulierten freien Berufen in Europa gut tun. "Die deutsche Anwaltschaft hat in den vergangenen 15 Jahren große Schritte in Richtung Deregulierung getan, es gibt aber Grenzen, die sich aus den Interessen nicht der Anwälte, sondern der durch sie vertretenen Mandanten ergeben. Dazu gehören insbesondere Verschwiegenheit, Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen und Unabhängigkeit," betont der Präsident der BRAK Bernhard Dombek. "Marktwirtschaft darf nicht den ungeschmälerten Zugang jedes Bürgers zum Recht beeinträchtigen. Falsch verstandene Freiheit geht zu Lasten der rechtssuchenden Bevölkerung", so Dombek.

 

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