Pressemitteilung Nr. 2 vom 22.02.2005

Satzungsversammlung öffnet Anwaltswerbung
Mehr Verbraucherschutz durch Fortbildungsverpflichtung bei Werbung mit qualifizierenden Informationen über die Berufstätigkeit

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Rechtsanwälte werden in Zukunft frei über Teilbereiche ihrer Berufstätigkeit informieren dürfen. Die Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) beschloss dies am 21. Februar mit deutlicher Mehrheit. Die bisher im Berufsrecht der Rechtsanwälte verankerte Stufenleiter, nach der nur mit Interessensgebieten und Tätigkeitsschwerpunkten über den Tätigkeitsbereich eines Rechtsanwalts geworben werden darf, wurde von dem Anwaltsparlament aufgegeben.

"Die Satzungsversammlung hat damit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts "zum Spezialisten" Rechnung getragen. Unabhängig von Fachanwaltsbezeichnungen darf in Zukunft jede Rechtsanwältin und jeder Rechtsanwalt Teilbereiche seiner Berufstätigkeit werbend benennen, wenn er hierzu die entsprechenden Kenntnisse nachweisen kann," informiert der Präsident der BRAK Dr. Bernhard Dombek. "Dabei hat die Satzungsversammlung dem Verbraucherschutzgedanken Rechnung getragen. Wer qualifizierende Zusätze verwendet, muss zusätzlich über entsprechende theoretische Kenntnisse verfügen und auf den benannten Gebieten in erheblichen Umfang tätig gewesen sein. Irreführungen der Verbraucher sollen vermieden werden. Ein weiterer Mandantenschutz bedeutet die Fortbildungsverpflichtung, die nach dem Willen des Anwaltsparlaments gegenüber der Rechtsanwaltskammer nachzuweisen ist," so Dr. Dombek.

 

Hinweis:

Die Beschlüsse der Satzungsversammlung bedürfen noch der Prüfung und Genehmigung durch das Bundesministerium der Justiz. Mit einem In-Kraft-Treten der neuen Regelung ist in der 2. Jahreshälfte 2005 zu rechnen.

 

Pressekontakt

Rechtsanwältin Stephanie Beyrich
Geschäftsführerin
Pressesprecherin

Bundesrechtsanwaltskammer
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10179 Berlin
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Fax 030.28 49 39 - 11
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