Presseinformation Nr. 6 vom 21. Februar 2006

Geringerer Zuwachs bei der Rechtsanwaltschaft im vergangenen Jahr
Bundesrechtsanwaltskammer lehnt Zugangsbeschränkungen zur Anwaltschaft weiterhin ab

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Im vergangenen Jahr ist der Zuwachs zur Rechtsanwaltschaft leicht zurückgegangen. Während im Jahr 2004 noch 4,56 % mehr Juristen die Zulassung zur Anwaltschaft beantragt haben, beträgt der Anstieg 2005 nur noch 4,18 %. Insgesamt gab es in der Bundesrepublik am 1.1.2006 damit 138131 Rechtsanwälte und 216 Rechtsanwalts-GmbH, das sind 5562 Rechtsanwälte mehr als 2004.

Trotz dieser hohen Zahl lehnt die Bundesrechtsanwaltskammer Beschränkungen bei der Zulassung zur Anwaltschaft weiterhin ab. Ausgebildeten Volljuristen den Eintritt in den Anwaltsmarkt zu erschweren, sei keine Lösung, so der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer Dr. Bernhard Dombek. Das Hauptaugenmerk müsse vielmehr auf eine qualitativ hochwertige universitäre Ausbildung gelegt werden. Zwischenprüfungen müssten endlich effektiv durchgeführt werden, fordert Dombek, auch wenn das im Ergebnis hieße, dass Studenten, die den Anforderungen nicht gewachsen sind, sich möglicherweise umorientieren müssen.

"Für die wirklich geeigneten Juristen sind anspruchsvolle Zwischenprüfungen dagegen ein Anreiz, sich durch entsprechende Gestaltung des weiteren Studiums und des Referendariats frühestmöglich auf den späteren Beruf und die Anforderungen des Marktes vorzubereiten", so Dombek.

Zahlenmäßig größte Rechtsanwaltskammer (RAK) ist nach wie vor die Kammer München mit 16564 Rechtsanwälten, gefolgt von der RAK Frankfurt mit 14766 Rechtsanwälten und der RAK Hamm mit 12508 Rechtsanwälten. Den höchsten Zuwachs gab es bei der RAK Berlin (+ 5,18%), die geringste Veränderung in der Mitgliederzahl verzeichnete die RAK Sachsen-Anhalt (+0,23%).

 

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