Presseinformation Nr. 3 vom 22. Februar 2008

Gesetzliche Regelung der Anwaltsvergütung sichert Zugang zum Recht
Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft vergleicht Anwaltskosten in Europa

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Auch bei einem Wegfall der anwaltlichen Vergütungsregeln werden in Deutschland die Kosten für einen Anwalt nicht sinken. Das hat eine Studie ergeben, die das Institut der Wirtschaft in Köln im Auftrag der Bundesrechtsanwaltskammer erstellt hat. Nach diesem Gutachten liegen die anwaltlichen Gebühren in Deutschland nicht höher als in Ländern mit einer noch weitergehenden Freigabe der Anwaltsvergütung. Zahlen der Weltbank belegen, dass nur in vier von 21 Ländern die Kosten niedriger als in Deutschland sind, überwiegend liegen sie teilweise sogar deutlich - höher.

Besonders vorteilhaft zeigen sich die hiesigen gesetzlichen Regelungen bei Streitigkeiten mit niedrigeren Streitwerten. Das deutsche System ist so gestaltet, dass auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen um geringe Geldsummen der Bürger einen Anwalt findet und so zu seinem Recht kommt. Gerade hier zeigen Vergleiche mit anderen europäischen Ländern, dass eine fehlende Regulierung der Anwaltsvergütung eher zu einem Preisanstieg als zu einer Kostensenkung führt.

Die Bundesrechtsanwaltskammer wird sich deshalb - im Interesse der Verbraucher - auch weiterhin für eine Beibehaltung unseres Gebührensystems einsetzen. Eine gesetzlich geregelte Anwaltsvergütung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen dient dem Bürger und sichert den Zugang zum Recht.


Berlin, den 22. Februar 2008

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