Presseinformation Nr. 14 vom 01. Oktober 2009

50 Jahre Einsatz für Rechtsanwälte und Mandanten - 50 Jahre Bundesrechtsanwaltskammer

Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Heute vor genau 50 Jahren, am 1. Oktober 1959, wurde mit Inkrafttreten der Bundesrechtsanwaltsordnung die Bundesrechtsanwaltskammer gegründet. Im § 175 der neuen Regelungen für die Berufsausübung der Rechtsanwälte stand nun geschrieben: "Die Rechtsanwaltskammern werden zu einer Bundesrechtsanwaltskammer zusammengeschlossen". Damit wurde gesetzlich festgeschrieben, was schon seit zehn Jahren existierte. Denn bereits 1949, also kurz nach Kriegsende, schlossen sich die Vertreter der im nationalsozialistischen Deutschland aufgelösten und nun wiedergegründeten Rechtsanwaltskammern in einer "Arbeitsgemeinschaft der Anwaltskammervorstände im Bundesgebiet" zusammen.

Die Bundesrechtsanwaltskammer ist seit 1959 die Dachorganisation der 27 regionalen Rechtsanwaltskammern und der Rechtsanwaltskammer beim BGH. Sie vertritt die Interessen der mehr als 150.000 in der Bundesrepublik zugelassenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Mitgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Anwaltsberuf. Die Bundesrechtsanwaltskammer vertritt die Interessen der Anwaltschaft gegenüber staatlichen Organen wie dem Bundestag, dem Bundesrat, den Bundesministerien und den Bundesgerichten. Sie setzt sich aktuell im Interesse der Mandanten gegen die Aufweichung des Berufsgeheimnisschutzes und gegen Einschränkungen beim Zugang zum Recht ein. Durch Stellungnahmen und Teilnahmen an Anhörungen und Verhandlungen wirkt sie an einer Vielzahl von Gesetzgebungsverfahren mit.

Die Tätigkeit der Bundesrechtsanwaltskammer hat sich in den vergangenen 50 Jahren erheblich verändert. Gab es 1959 insgesamt etwa 18.000 Rechtsanwälte in der Bundesrepublik, üben mittlerweile mehr als 150.000 Juristen diesen Beruf aus. Im Ergebnis einer immer fortschreitenden Verrechtlichung hat sich der anwaltliche Beratungsmarkt dabei immer weiter ausdifferenziert. Neben kleinere und mittlere Kanzleien mit einem breiten Beratungsspektrum sind große, teilweise internationale, Sozietäten mit mehreren hundert Rechtsanwälten oder besonders spezialisierte Kanzleien getreten.

"Eine der Hauptaufgaben der Bundesrechtsanwaltskammer ist deshalb die Wahrung der Einheit der Anwaltschaft", sagt Axel C. Filges, Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer und selbst Partner einer internationalen Kanzlei. "Die Segmentierung der anwaltlichen Tätigkeitsformen darf nicht dazu führen, dass uns unser gemeinschaftliches Anwaltsgefühl verloren geht. Wir müssen uns weiterhin auf die gemeinsamen Werte, und dazu gehören auch die gemeinsamen ethischen Werte, besinnen", so Filges. Beim Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Bundesrechtsanwaltskammer vor wenigen Wochen betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die Bedeutung der Anwaltsorganisation für die bundesdeutsche Demokratie. Die Bundesrechtsanwaltskammer sei mehr als ein Repräsentant der Anwaltschaft. Sie sei vor allem auch ein kluger Ratgeber der Rechtspolitik und insbesondere ein engagierter Partner bei der Modernisierung des Anwaltsrechts, so die Justizministerin in ihrem Grußwort.


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Die Bundesrechtsanwaltskammer vertritt als Dachorganisation 27 Regionalkammern und die Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof und damit derzeit ca. 150.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in der Bundesrepublik.

 

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