Persönlicher Überschuss selbstständiger Vollzeit-Rechtsanwälte

Hier finden Sie die Analyse des durchschnittlichen persönlichen Überschusses (Einnahmen nach Abzug der Kosten) aus selbstständiger Tätigkeit bei vollzeitbeschäftigten Rechtsanwälten.

 

Nach Geschlecht im Jahresvergleich

Der durchschnittliche persönliche Überschuss aus selbstständiger Tätigkeit lag bei Vollzeit-Rechtsanwälten im Jahr 2013 im gesamten Bundesgebiet bei 94.000 Euro, bei Vollzeit-Rechtsanwältinnen bei 56.000 Euro. Damit erwirtschafteten in Vollzeit tätige Rechtsanwälte im Vergleich mit ihren Kolleginnen fast doppelt so hohe Gewinne. Die Unterschiede zeigen sich gleichermaßen für West- und Ostdeutschland.

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Nach Alter im Jahresvergleich

Für das Wirtschaftsjahr 2013 zeigen sich auch altersabhängige Abweichungen im Hinblick auf den persönlichen Überschuss. Bundesweit erzielten die 50 bis 65-jährigen selbstständigen Vollzeit-Rechtsanwälte einen höheren persönlichen Überschuss als die Gruppen der 40 bis unter 50 und bis unter 40-Jährigen (94.000 Euro/86.000 Euro/47.000 Euro).Sowohl im Westen als auch im Osten gaben junge Vollzeit-Rechtsanwälte bis unter 40 Jahre geringere Überschüsse an als ihre älteren Berufskollegen.

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Mit oder ohne Notariat im Jahresvergleich

Der durchschnittliche persönliche Überschuss bei überwiegend als Anwaltsnotaren tätigen Vollzeit-Rechtsanwälten lag im Jahr 2013 deutlich höher (148.000 Euro) als der von überwiegend selbstständigen Vollzeit-Rechtsanwälten (89.000 Euro).

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Nach Spezialisierung im Jahresvergleich

Mit steigendem Spezialisierungsgrad werden höhere Einkünfte erzielt:

In Vollzeit tätige selbstständige Rechtsanwälte ohne Spezialisierung erwirtschafteten im Jahr 2013 bundesweit einen persönlichen Überschuss von 46.000 Euro. Vollzeit-Rechtsanwälte, die spezialisiert waren aber keinen Fachanwaltstitel trugen, konnten 80.000 Euro erzielen, Fachanwälte demgegenüber 102.000 Euro.

Somit führte eine Spezialisierung zu einem um 74 % höheren Überschuss im Vergleich zu nicht spezialisierten Kollegen. Durch einen Fachanwaltstitel konnte der Gewinn im Vergleich zu Kollegen, die „nur“ spezialisiert waren, nochmals um etwa 28 % gesteigert werden.

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Nach Kanzleiform im Jahresvergleich

In Sozietäten tätige selbstständige Vollzeit-Rechtsanwälte gaben mit 120.000 Euro etwa doppelt so hohe Einkünfte an wie ihre Kollegen in Einzelkanzleien (61.000 Euro). Die von der Kanzleiform abhängigen Unterschiede zeigen sich sowohl für West- als auch für Ostdeutschland.

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Nach Ortsgröße des Kanzleisitzes

Auch bei der Gewinnhöhe nach Ortsgröße des Kanzleisitzes sind die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland deutlich. Insbesondere in Großstädten ab 0,5 Mio. Einwohnern im Westen erzielten Vollzeit-Rechtsanwälte einen persönlichen Überschuss von 117.000 Euro und damit mehr als das doppelte als ihre Kollegen im Osten mit 67.000 Euro.

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