Neu: beA zum Rapport

Die jüngst installierte neue Version der beA-Webanwendung bietet eine völlig neue Funktion, nämlich das – auch automatisierte – Erstellen von Berichten und statistischen Auswertungen. Damit kann man sich schnell einen Überblick über die Entwicklung der Postfächer verschaffen, z.B. über ihre Größe.

Für sein eigenes Postfach kann der Postfachbesitzer diese Funktion immer verwenden. Andere benötigen das Recht „Berichte erstellen und verwalten“. Mit entsprechenden Berechtigungen können Auswertungen auch über mehrere Postfächer erstellt werden. Eine ausführliche Anleitung für dieses leistungsfähigen Tools erhalten Sie - wie immer in - der beA-Online-Hilfe (Wie man die Online-Hilfe bedient? Siehe beA-Newsletter 2/2016). Wir geben Ihnen zuerst einmal einen kurzen Einstieg ins „Berichtswesen“ im beA. In den nächsten Ausgaben wird das Ganze vertieft.

Und so legen Sie einen Auftrag für einen automatischen Bericht an:

1. Wählen Sie den neuen Reiter „Berichte“ (1) aus. Klappen Sie das Dropdown-Menü „Berichtsvorlage“ auf (2) und wählen Sie „Erstellen“ (3) aus.

 

 

2. Vergeben Sie einen neuen Namen für den Berichtsauftrag (1) sowie (wenn Sie möchten) einen Kommentar (2). Wählen Sie alle Postfächer aus, indem Sie auf den Doppelpfeil klicken (3). Um eine Übersicht zu erhalten, wählen Sie alle Datenfelder aus, die im Bereich Kenngrößen abgebildet sind, indem Sie auch dort auf den Doppelpfeil klicken (4). Eine genaue Erklärung dieser Kenngrößen erhalten Sie in der Online-Hilfe. Schließen Sie mit „Weiter“ ab (5).

 

 

 

3. Im nächsten Schritt können Sie Filterkriterien festlegen, wenn Kenngrößen bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen. Außerdem entscheiden Sie, welche Kenngrößen ausgegeben bzw. angezeigt werden sollen. Wir lassen hier alles unverändert, um einen möglichst großen Datenbestand zu erhalten und klicken auf „Weiter“ (1).

 

 

4. Auf der nächsten Seite kann die Sortierung der Datensätze festgelegt werden. Man könnte beispielsweise aufsteigend nach dem Postfachnamen sortieren (1). Mit den Pfeiltasten lassen sich die Datenfelder in der Reihenfolge verschieben. Wir lassen sonst alles unverändert und schließen mit „Weiter“ ab (2).

 

 

5. Abschließend können Sie nun noch ein Ausführungsintervall wählen, z.B. täglich. Wir wollen hier die Berichtserstellung manuell anstoßen und lassen das Feld daher unverändert. Klicken Sie auf „Abschließen“ (1); damit wird die Berichtsvorlage gespeichert und Sie gelangen wieder in die Berichtsübersicht.

 

 

6. Wir erstellen nun einen ersten Bericht anhand der erstellten Berichtsvorlage. Stellen Sie sicher, dass die entsprechende Berichtsvorlage markiert ist (1) und klicken Sie auf „Bericht“ (2) und dann auf „Erstellen“ (3).

 

 

7. Um den Bericht ansehen zu können, müssen Sie ihn zuerst auf Ihr lokales System exportieren. Klicken Sie auf „Bericht“ (1) und „Exportieren“ (2). Sie haben nun die Möglichkeit, eine CSV-Datei lokal zu speichern und anschließend beispielsweise mit einer Tabellenkalkulation (wie Excel) zu öffnen.

 

 

8. In der Tabellenkalkulation werden in den Zeilen die verschiedenen Postfächer und in den Spalten die ausgegebenen Datenfelder angezeigt. So ergibt sich aus dem beigefügten Screenshot etwa, dass die durchschnittliche Nachrichtengröße im Postfach Mustermann 669 KB sind.

 

 

Neu: Hervorhebungen

Übersicht ist (nicht nur) für die Arbeit mit beA wichtig. Das neue Release der beA-Webanwendung macht es Ihnen noch leichter: mit einer neuen Funktion, die Nachrichten farbig markiert anzeigen kann. Dazu braucht man keinen digitalen Leuchtstift, mit dem die Nachrichten manuell markiert werden – beA erledigt die Hervorhebungen automatisch. Wir erläutern Ihnen hier erst einmal die Grundfunktion, verschiedene Varianten folgen in den nächsten Ausgaben des beA-Newsletters.

Und so richten Sie automatisierte Hervorhebungen ein:

1. Klicken Sie in das Postfach (1) und in den Ordner (2), in dem die Hervorhebungen automatisch gesetzt werden sollen. Wählen Sie „Sonstige Funktionen“ (3) und „Hervorhebung von Nachrichten“ (4).

 

 

2. Wählen Sie „Neue Hervorhebung“ aus (1). Postfach und Ordner sind an dieser Stelle unveränderlich (2) - Sie haben beides ja bereits unter Nr. 1 ausgewählt.

 

 

3. Vergeben Sie eine schlagkräftige Bezeichnung, etwa „Nachricht mit Kommentar“ (1) und wählen Sie eine Farbe für die Hervorhebung aus (2), z.B. purpur.

Dem beA-System müssen Sie nun noch mitteilen, welche Nachrichten purpur markiert werden sollen. Dazu klicken Sie auf „Filter hinzufügen“ (3).

 

 

4. Wählen Sie als Filterkriterium z.B. „Nachrichten, die einen Kommentar enthalten“ (1) aus und lassen Sie „Operator“ (2) und „Wert“ (3) unverändert. Bestätigen Sie mit einem Klick auf das Häkchen (4).

 

 

5. Nun können Sie noch weitere Filterkriterien hinzufügen. Wir wollen die neue Vorlage jetzt aber erst einmal ablegen und klicken daher auf „Speichern und zurück“ (1).

 

 

6. Gehen Sie zurück in den Ordner, für den die Hervorhebung angelegt wurde. Nachrichten, die einen Kommentar enthalten, werden nun farbig (in unserem Beispiel: purpur) markiert.

 

 

Neues vom Kollegen Lahorgue

Vom Kollegen Lahorgue hatten Ihnen wir bereits berichtet (beA-Newsletter 11/2017). Er ist Franzose und in Luxemburg als Rechtsanwalt zugelassen. Und er wollte gerne das französische Pendant zum beA, das RPVA (réseau privé virtuel des avocats), von Luxemburg aus nutzen. Die zuständige Kammer verwehrte ihm aber den Zugang dazu.

In seinem nun veröffentlichten Urteil vom 18.5.2017 (Rs. C-99/16 – Lahorgue) ist der EuGH nun den Schlussanträgen des Generalanwalts Wathelet gefolgt. Der EuGH entschied, dass ein europäischer Anwalt Zugang zu einer elektronischen Kommunikationsplattform eines Landes erhalten müsse, wenn diese sowohl für die Kommunikation der Anwälte untereinander als auch mit den Gerichten zur Verfügung gestellt werde.

 

Tipps und Tricks: Friert Ihre beA Client Security?

Wie jede umfangreichere Software wird auch das beA ständig weiterentwickelt. Bei dieser Gelegenheit werden auch kleinere Fehler beseitigt, die sich im Betrieb gezeigt haben. Kürzlich kam es etwa bei bestimmten PCs mit Touchscreen zu einem „Einfrieren“ des Anwendungsfensters. Schuld war die beA Client Security, die umgehend überarbeitet und in einer neuen Version bereitgestellt wurde.

Zunächst einmal geht ein Dankeschön an unsere aufmerksamen Nutzer, die der beA-Hotline Auffälligkeiten bei der Nutzung des beA mitteilen und bei einer etwaigen Nachbesserung mitwirken, indem sie beispielsweise ihre konkrete Systemumgebung beschreiben.

Friert bei Ihnen manchmal die beA-Anwendung ein? Dann müssen Sie ganz einfach die beA Client Security neu installieren - denn die "geheilte" Version muss ja irgendwie auf Ihren Rechner. Was zu tun ist, zeigen wir Ihnen am Beispiel eines Windows 10-Rechners.

Und so geht’s:

1. Schließen Sie die laufende beA Client Security-Anwendung, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das beA-Symbol und dann auf „Beenden“ klicken (1).

 

 

 

2. Rufen Sie die Systemsteuerung (1) auf und dort die Funktion „Programme und Features“ (2). Markieren Sie die beA Client Security (3) und klicken Sie auf den Button „Deinstallieren“ (4). Durchlaufen Sie die Deinstallations-Routine.

 

 

3. Rufen Sie die beA-Website unter https://www.bea-brak.de auf, laden Sie sich dort die aktuelle Version der beA Client Security herunter und installieren Sie sie. In der Programmverwaltung steht dann die Version 1.0.1.0 zur Verfügung – und bei dieser Version friert nichts mehr ein.

 

Impressum

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Tel: 030/ 28 49 39 - 0, Fax: 030/ 28 49 39 - 11, E-Mail: [E-Mail-Adresse versteckt]
Redaktion: RAin Dr. Tanja Nitschke, Mag. rer. publ. (verantwortlich), RA Dr. Alexander Siegmund
Bearbeitung: Frauke Karlstedt

Alle Informationen zum beA unter www.bea.brak.de.

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