Newsletter "Nachrichten aus Berlin" | Ausgabe 6/2019 v. 27.3.2019

Unterstützung für inhaftierte iranische Menschrenrechtsanwältin

Die BRAK setzt sich erneut für die seit Juni 2018 inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ein. Vorgeworfen wird ihr u.a. staatsfeindliche Propaganda und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit; beides steht in direktem Zusammenhang mit ihrer anwaltlichen Arbeit. In einem Schreiben an die iranische Führung hat BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels ihre sofortige Freilassung und die Aufhebung ihrer Verurteilung gefordert; zudem fordert er, die körperliche und psychische Gesundheit Sotoudehs zu garantieren, solange sie sich noch in Haft befindet.

Nasrin Sotoudeh ist weltweit bekannt, weil sie sich als Rechtsanwältin für Opfer von politischer Willkür und Verfolgung einsetzt. Sie kämpft vor allem gegen frauenfeindliche Gesetze und willkürliche Rechtsverletzungen im Iran. Bereits 2011 war sie wegen ihrer Arbeit als Rechtsanwältin zu elf Jahren Haft verurteilt worden, kam aber im September 2013 infolge einer Begnadigung frei. Die BRAK hatte sich bereits damals für die iranische Kollegin eingesetzt. Im Jahr erhielt Nasrin Sotoudeh für ihre Menschenrechtsarbeit den Sacharow-Preis des Europarates.

 

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