Newsletter "Nachrichten aus Berlin"

Ausgabe 7/2021 v. 8.4.2021

Geschäftsklima in den freien Berufen – Umfrage des BFB

Die aktuelle und erwartete Geschäftslage der freien Berufe sind Gegenstand einer Untersuchung, die das Nürnberger Institut für Freie Berufe im Auftrag des Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) derzeit durchführt. Die Konjunkturumfrage findet zweimal im Jahr statt. Sie enthält, wie bereits die beiden Umfragen zuvor, einen Sonderteil zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den Freien Berufen.

Von der Umfrage werden wertvolle Ergebnisse erwartet, die eine Beurteilung der coronabedingten Einschnitte im zeitlichen Verlauf ermöglichen. Durch die Kopplung der nunmehr drei Sonderbefragungen und der beiden bisherigen Konjunkturbefragungen in Krisenzeiten lassen sich bereits jetzt die Entwicklungen im Zeitraum bis Ende März engmaschig abbilden.

Die Ergebnisse der BFB-Konjunkturumfrage Winter 2020 zeigen, dass die bisherige Bilanz des Corona-Jahres 2020 für vier von zehn Freiberuflern kritisch ist. Bei ihnen hat sich die Lage im Vergleich zu 2019 verschlechtert. Für 25,3 % von ihnen ist der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden bereits existenzbedrohend. Weitere 13,8 % befürchten dieses Szenario für das Jahr 2021. Dies basiert auf einem merklichen Auftragsrückgang seit März von mehr als der Hälfte, der jeden dritten Freiberufler trifft. Nachdem bereits Stellen abgebaut werden mussten, sind derzeit weitere rund 140.000 Stellen bedroht. Um die Krise abzufedern, hat jeder dritte Betroffene betriebliche Rücklagen eingesetzt, 7,5 % sogar seine Altersvorsorge.

Hieran sollen sich die Ergebnisse der aktuellen Befragung anschließen, die den Fokus unter anderem auf ein verändertes Arbeitsvolumen, die Entwicklung des Eigenkapitals und das Ausbildungs-Engagement legt.

Um die Sicht der Anwaltschaft in der Untersuchung breit repräsentiert zu finden, ist eine Teilnahme erwünscht. Die Umfrage läuft noch bis zum 2.5.2021. Die Teilnahme dauert etwa zehn bis zwölf Minuten.

Weiterführende Links:

 
Copyright 2021 - Bundesrechtsanwaltskammer