Die regionalen Rechtsanwaltskammern

Karte der regionalen Kammern

Die regionalen Rechtsanwaltskammern (RAKn) sind die Basis der anwaltlichen Selbstverwaltung in der Bundesrepublik.
Jede Rechtsanwältin, jeder Rechtsanwalt in Deutschland ist Mitglied einer regionalen RAK. Insgesamt 28 RAKn sind bundesweit tätig, ihre Bezirke entsprechen mit wenigen Ausnahmen den Oberlandesgerichtsbezirken. Eine Besonderheit bildet die RAK beim Bundesgerichtshof (BGH): Zur Vertretung vor dem BGH in Zivilsachen ist eine besondere anwaltliche Zulassung erforderlich. Diese Rechtsanwälte bilden eine eigene Rechtsanwaltskammer.

Im Mittelpunkt der Arbeit der RAKn steht neben der Berufsaufsicht die Beratung und Betreuung ihrer Mitglieder. Insbesondere heißt das,

  • Rechtsanwälte zuzulassen und gegebenenfalls auch die Zulassung zu widerrufen (z. B. bei Vermögensverfall);
  • Rechtsanwälte in Fragen der Berufspflichten zu beraten und zu belehren;
  • auf Antrag bei Streitigkeiten zwischen Rechtsanwälten untereinander bzw. zwischen Rechtsanwälten und Mandanten zu vermitteln;
  • die Erfüllung anwaltlicher Berufspflichten zu überwachen und Verstöße zu sanktionieren;
  • ihren Mitgliedern im Rahmen der Kammerversammlung jährlich Rechenschaft über ihre Tätigkeit und Rechnung über die Verwaltung des Vermögens abzulegen;
  • Gutachten zu erstellen, die eine Landesjustizverwaltung, ein Gericht oder eine Verwaltungsbehörde eines Landes anfordert.
 
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