Plädoyers einer streitbaren Kunst -
Der Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft

Seit 1998 verleiht die Bundesrechtsanwaltskammer den Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft. Damit ehrt sie das unermüdliche Engagement national und international herausragender Karikaturisten. Künstler, die sich mit ihren kritischen Darstellungen aktueller politischer und kultureller Missstände auf hintergründige Weise für eine gerechtere und menschlichere Welt einsetzen. Wie Rechtsanwälte ergreifen Karikaturisten Partei für Benachteiligte und Schwache und unterstützen sie im Kampf gegen Unrecht, Missachtung, Trägheit und Ignoranz. Ihre Waffen? Zynisch-ironische Zerrbilder, die die Missstände wortlos aber scharfsinnig auf den Punkt bringen. Diesen Beitrag der künstlerischen Anwälte für mehr Gerechtigkeit würdigt die BRAK als Dachverband der deutschen Anwaltschaft alle zwei Jahre durch den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Vergabekriterien

  1. Der Karikaturpreis wird durch das Präsidium der Bundesrechtsanwaltskammer grundsätzlich alle zwei Jahre anlässlich einer vom Präsidium zu bestimmenden öffentlichen Veranstaltung der Bundesrechtsanwaltskammer verliehen. Die Preisverleihung erfolgt aufgrund von einem oder mehreren Vorschlägen einer mindestens fünfköpfigen Jury, die sich aus Vertretern der Bundesrechtsanwaltskammer und des Kulturlebens zusammensetzt. Die Mitglieder der Jury werden vom Präsidium für einen Zeitraum von vier Jahren berufen.
  2. Preisträger können sowohl deutsche als auch ausländische Karikaturisten sein. Die künstlerischen Techniken unterliegen keinen Beschränkungen, sofern sie zweidimensional sind. Das Format darf DIN AO nicht überschreiten.
  3. Der Karikaturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die Jury

Dr. Ulrich Scharf, Rechtsanwalt, Celle (Vorsitzender der Karikaturpreisjury)

Dr. Gisela Vetter-Liebenow, Direktorin des Deutschen Museums für Karikatur und Zeichenkunst - Wilhelm Busch, Hannover

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 
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