Soldan Moot Court

(c) Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA)

(c) Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA)

Planspiel, Schriftsatz und Sieg: Der Soldan Moot zur Förderung der zukünftigen Anwaltschaft

Um Jurastudierende – zusätzlich zur Ausbildung an Universitäten – bestmöglich auf den Anwaltsberuf sowie berufsrechtliche Fragestellungen vorzubereiten, richten die BRAK, die Hans Soldan Stiftung, der Deutsche Anwaltverein sowie der Deutsche Juristen-Fakultätentag jährlich gemeinsam den Soldan Moot Cout aus – einen studentischen Wettbewerb zum anwaltlichen Berufsrecht, den das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht der Universität Hannover unter der Leitung von prof. Dr. Christian Wolf wissenschaftlich betreut und organisiert.

Auch in diesem Jahr sammelten sich zahlreiche studentische Teams aus ganz Deutschland, um an dem Planspiel, bei dem ein fiktiver Gerichtsfall – ein Zivilprozess – simuliert wurde, teilzunehmen. Ausgetragen wurde der 6. Soldan Moot vom 11. bis 13. Oktober 2018, wie gewohnt, am Institut für Prozess- und Anwaltsrecht der Universität Hannover.

Dabei simulierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein fiktives Gerichtsverfahren, in dem sie als Kläger- oder Beklagten-Vertreter einen Fall analysierten, Beweismittel würdigten, sich mit den gegnerischen Argumenten auseinander setzten, Schriftsätze erstellen und schließlich in der mündlichen Verhandlung das fiktive Gericht von ihrer Position überzeugten.

Als Jury begleiten Volljuristinnen und Volljuristen die Veranstaltung zur Förderung der praxisorientierten Juristenausbildung; und bewerten vorab die Schriftsätze, die Leistungen in den mündlichen Verhandlungen und/oder leiten als Richterinnen und Richter die mündlichen Verhandlungen.

Gleich mehrere Preise und Gewinner

Sowohl der „Hans Soldan-Preis" für die beste mündliche Verhandlung als auch der "Deutsche Anwaltverein-Preis" für den besten Beklagtenschriftsatz gingen an das Team der Freien Universität Berlin.

Der "Bundesrechtsanwaltskammer-Preis" für den besten Klageschriftsatz ging an das Team I der Bucerius Law School. Und der "Deutsche Juristen-Fakultäten-Preis" für die besten mündlichen Leistungen in den Vorrunden ging an Lukas Mauritz vom Team der Universität Augsburg II.

Immer einen Schritt weiter denken

Dabei bietet der bundesweite Moot Court für Studierende deutscher Jurafakultäten nicht nur die Möglichkeit, sich bereits während des Studiums Praxiserfahrung aus der anwaltlichen Tätigkeit zu verschaffen. Vielmehr kennen und nutzen mittelständische Kanzleien den Soldan Moot, um mit den Nachwuchstalenten ins Gespräch zu kommen und sie für die eigene Praxis zu gewinnen.

So hat sich der Soldan Moot Court, seitdem er vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde, zu einem wichtigen Wettbewerb für Jurastudierende im deutschsprachigen Raum etabliert.

Weitere Informationen: www.soldanmoot.de

 
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