Videokonferenzen

Unzählige Medienberichte haben in der jüngeren Vergangenheit die Datenschutzkonformität diverser Videokonferenzdienste thematisiert. Die Diskussionen und entsprechenden Umstellungen der Anbieter dauern bis dato an.

07.01.2021 | Über die allgemeinen Anforderungen an die Durchführung von Videokonferenzen hat die BRAK in Ausgabe 4/2020 des BRAK-Magazins informiert. Im Folgenden soll ein Überblick über die Anbieterempfehlungen und Hinweise der Aufsichtsbehörden und anderer Institutionen gegeben werden.

Die Berliner (PDF) bzw. Baden-Württembergischen Aufsichtsbehörden (Link) empfehlen Nextcloud Talk, Jitsi Meet, RocketChat und Matrix – allesamt möglichst selbstgehosted.

Die Negativempfehlungen seiner Produkte Skype und Teams durch die Berliner Aufsichtsbehörde erachtet Microsoft für nicht gerechtfertigt.  (Link)

Während der Baden-Württembergische LfDI seine Warnung vor dem Einsatz des vielgenutzten Tools Zoom (Link) weitgehend zurückgenommen hat, rät die Berliner LfDI in ihrer – umstrittenen – kursorischen Anbieterübersicht (PDF) weiterhin vom Einsatz dieses sowie weiterer Tools ab. 

Eine gute Übersicht über wesentliche Funktionen und Datenschutzdokumen-tationen der geläufigsten Anbieter hat die GDD erstellt (Link). Hilfreiche Leitfäden zum datenschutzkonformen Einsatz von Videokonferenzanwendungen bieten ebenfalls die GDD (PDF) und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (PDF) in Schleswig-Holstein.

Eine Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz zum Thema finden Sie hier.

Die Stiftung Warentest hat kürzlich Videokonferenzdienste getestet und hier vor allem deren Funktionalität bewertet (zur Auswertung). Obacht: Auf den Plätzen 1, 2, 4, 5, 6 und 9 landen hier Angebote, von denen die Berliner Landesdaten-schutzbeauftragte – teils umstrittener Weise – abrät.