Wettbewerb

Amicus Curiae Contest: Bewerbungen bis Ende November möglich

Engagement für bedrohte Anwältinnen und Anwälte, internationale Anerkennung und eine Bühne auf europäischer Ebene: Der Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE) hat die Bewerbungsfrist für seinen traditionsreichen Wettbewerb eröffnet.

07.10.2025 Veranstaltung

Seit dem 1.9.2025 läuft erneut die Bewerbungsfrist für den Amicus Curiae Contest des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE). Bis zum 30.11.2025 können sich Jurastudierende in den letzten Ausbildungsjahren sowie Rechtsreferendar:innen aus allen 46 CCBE-Mitgliedstaaten anmelden. Ziel des Wettbewerbs ist es, den juristischen Nachwuchs für die Bedeutung der freien und unabhängigen Anwaltschaft zu sensibilisieren und zugleich konkrete Beiträge zur Unterstützung gefährdeter Kolleg:innen sichtbar zu machen.

Rechtsstaatliches Lernen am Praxisbeispiel

Im Mittelpunkt steht die Anfertigung eines Amicus-Curiae-Schriftsatzes. Die Teilnehmer:innen entwickeln eine rechtliche Argumentation zugunsten einer Anwältin oder eines Anwalts, die oder der durch staatliche oder gesellschaftliche Repressionen in der Berufsausübung eingeschränkt ist. Diese Verbindung aus Training, Wettbewerb und menschenrechtlichem Engagement macht den Contest europaweit einzigartig.

Auszeichnung in Ljubljana 2026

Die besten Beiträge werden von einer Jury ausgewählt. Der Sieger oder die Siegerin erhält die Auszeichnung im Rahmen der CCBE-Vollversammlung im Mai 2026 in Ljubljana (Slowenien). Zusätzlich wird der prämierte Schriftsatz online und über die Social-Media-Kanäle des CCBE veröffentlicht. Damit bietet der Wettbewerb eine Chance auf internationale Sichtbarkeit.

Eine Stimme für über eine Million Anwält:innen

Die 1960 gegründete Organisation CCBE ist die zentrale Stimme der europäischen Anwaltschaft. Sie vertritt die Interessen von mehr als einer Million Anwältinnen und Anwälten über nationale Kammern und Verbände in 45 europäischen Staaten. Mit dem Amicus Curiae Contest will die Menschenrechtskommission des CCBE insbesondere die junge Generation für die Bedeutung anwaltlicher Berufsfreiheit und die Gefahren ihrer Einschränkung sensibilisieren.

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Erstveröffentlichung am 1.10.2025