Nachrichten aus Berlin

Ausgabe 6/2026 v. 18.3.2026

  • Der 14. Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis geht vom 8. bis 10. Oktober 2026 in Hannover in die nächste Runde – und braucht Ihre Unterstützung! Bei diesem bundesweiten Wettbewerb treten Studierende deutscher Jurafakultäten in einem fiktiven Zivilprozess mit berufsrechtlichem Bezug gegeneinander an. Als Richter:in, Juror:in oder Korrektor:in können Sie den Wettbewerb aktiv mitgestalten und den juristischen Nachwuchs fördern.
  • Pioniergeist im Recht: Wie man eine preisgekrönte Kanzlei aufbaut und warum KI mehr ist als nur ein Spielzeug. Der Podcast „(R)ECHT INTERESSANT!“ liefert zwei Folgen über die Transformation der Anwaltschaft – von mutigen Gründungskonzepten und Female Empowerment bis hin zur strategischen Implementierung von Künstlicher Intelligenz und dem Kanzleialltag 2026.
  • Das Bundesjustizministerium hat mit einem Referentenentwurf die Grundlage für eine flexible Altersregelung im Anwaltsnotariat geschaffen. Der Entwurf zielt darauf ab, den Zugang zum Anwaltsnotariat zu modernisieren und an veränderte Lebens- und Arbeitsrealitäten anzupassen – insbesondere im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege. Die BRAK begrüßt die Neuregelung, fordert jedoch Präzisierungen zur Herstellung von Rechtsklarheit.
  • Mit dem Referentenentwurf zur Mietrechtsreform will das Bundesjustizministerium bezahlbaren Wohnraum sichern und Umgehungsstrategien von Vermieter:innen einen Riegel vorschieben. Die BRAK unterstützt den Ansatz, mahnt jedoch in zentralen Punkten gesetzgeberische Nachschärfungen an.
  • Der Referentenentwurf zur Modernisierung der Verwaltungsgerichtsordnung verspricht effizientere Verfahren und eine zukunftsfähige digitale Justiz. In ihrer Stellungnahme würdigt die BRAK den Reformbedarf ausdrücklich – warnt aber davor, dass die geplanten prozessualen Einschnitte insgesamt die gerichtliche Kontrolldichte zum Nachteil der Rechtsuchenden erheblich verringern könnten.
  • Die neue EU-Geldwäschebehörde AMLA hat einen Entwurf für Regulierungs-Standards vorgelegt, nach denen sich künftig Geldwäsche-Aufsichtsbehörden bei der Sanktionierung von Verstößen richten sollen. Die BRAK äußert dazu Bedenken, weil der Entwurf Besonderheiten des Nichtfinanzsektors und vor allem von Einzelanwält:innen nicht berücksichtigt.
  • Mit der „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ wollen Bundesjustizministerium und Bundesfinanzministerium eine einfach zugängliche neue Gesellschaftsform schaffen. Ihr Anfang März vorgelegtes Rahmenkonzept entwirft eine Mischform als GmbH und Genossenschaft mit mitgliedschaftlicher Struktur, ohne Anteilseigner und ohne steuerliche Privilegierung.
  • Ein „Goldener Bär“ für die Freiheit: Im Film „Gelbe Briefe“ erzählt Regisseur İlker Çatak das Schicksal einer Familie im Visier eines autoritären Staates. Die gezeigte Willkür ist bittere Realität nicht nur für Künstler:innen, sondern auch Journalist:innen und Anwält:innen weltweit. Die BRAK begleitete die Premierenevents in Leipzig und München, um ein deutliches Zeichen gegen Einschüchterung und für die Verteidigung rechtsstaatlicher Kontrollmechanismen zu setzen.
  • Steigende Fallzahlen und komplexe Verfahren gehören zur neuen Marktrealität. Das DAI bringt Insolvenzverwalter:innen und Berater:innen mit gezielten Online-Vorträgen in allen relevanten Bereichen des Insolvenzrechts – von der Anfechtung bis zur Haftung – auf den neuesten Stand.