Nachrichten aus Berlin

Ausgabe 7/2026 v. 1.4.2026

Themen sind u. a. Webinar zur Work-Life-Balance von Anwältinnen und Anwälten; IBA Report 2026: Gleichstellung bleibt Baustelle u. Onboarding statt Absprung: BRAK unterstützt mit Leitfaden gegen Ausbildungsabbrüche

  • Im März 2026 hat die International Bar Association die zweite Phase ihres global angelegten Projekts „Raising the Bar: Women in Law“ vorgelegt. Danach gibt es „gläserne Decken“ in allen juristischen Arbeitsbereichen – gefordert wird stattdessen ein kultureller Wandel, der einen fairen Rahmen schafft und strukturelle Barrieren abbaut.
  • In der Praxis des elektronischen Rechtsverkehrs bestehen bisweilen Unsicherheiten über die Reichweite der formalen Anforderungen des § 130a ZPO. Dazu zählt die Frage, welche Folgen Mehrfachsignaturen haben, wenn nur einer der Unterzeichnenden den Schriftsatz über sein beA übermittelt. In einem aktuellen Urteil hat der BGH diese Zweifelsfrage nun geklärt.
  • Mit dem „ersten Thüringer Entlastungsgesetz“ will die Landesregierung Thüringens eine modernere, schnellere, unbürokratischere Verwaltung erreichen. Dazu sollen unter anderem Widerspruchsverfahren entfallen und KI-generierte Verwaltungsakte erprobt werden. Die BRAK sieht diese Vorhaben differenziert.
  • Das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz soll mit umfangreichen Änderungen für eine effizientere Bekämpfung internationaler Finanzkriminalität sorgen und den Zoll stärken. Den Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums kritisiert die BRAK nicht nur inhaltlich scharf, sondern hält auch den Zeitpunkt – kurz vor Geltung des EU-Geldwäschepakets – für wenig sinnvoll.
  • Die 29. Jahresarbeitstagung Familienrecht bietet in Köln ein einzigartiges Update zu Unterhalts‑, Kindschafts‑ und Vermögensrecht – direkt von BGH‑ und OLG‑Richter*innen. Wer die wichtigsten Entwicklungen des Jahres nicht verpassen will, sollte dabei sein – denn im Familienrecht ist viel in Bewegung …