beA: Das besondere elektronische Anwaltspostfach

Jeder in Deutschland zugelassene Rechtsanwalt verfügt über ein besonderes elektronisches Anwaltspostfach, kurz beA. Das System ermöglicht eine sichere elektronische Kommunikation zwischen Rechtsanwälten und anderen Akteuren des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV).

Nutzen Sie Ihr beA-Postfach!

Seit 1.1.2018 gilt für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte die passive Nutzungspflicht. Formal ist dies in § 31a Abs. 6 BRAO wie folgt gefasst: Der Inhaber des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs ist verpflichtet, die für dessen Nutzung erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten sowie Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das besondere elektronische Anwaltspostfach zur Kenntnis zu nehmen. Es liegt also in der Verantwortung eines jeden Rechtsanwalts, regelmäßig im beA nachzuschauen, ob Nachrichten eingegangen sind. Derzeit noch freiwillig, kann das beA bereits jetzt auch zum Senden von Nachrichten verwendet werden.

Die aktive Nutzungspflicht tritt – je nach Bundesland – 2020, spätestens jedoch am 1.1.2022 in Kraft, d.h., Rechtsanwälte sind spätestens dann flächendeckend verpflichtet, den Gerichten Dokumente elektronisch zu übermitteln.

Zugriff einrichten

Damit Sie beA-Nachrichten im Anwaltspostfach abrufen können, müssen Sie das beA-Postfach in Ihrem Webbrowser einrichten und aktivieren. Folgende Schritte sind dafür nötig:

  • beA-Karte für Berufsträger und Mitarbeiter bei der Bundesnotarkammer beantragen, ggf. Kartenlesegeräte bestellen
  • beA Client-Security herunterladen und installieren. Weitere Informationen: beA Anwenderhilfe
  • Erstregistrierung vornehmen. Eine Anleitung zur Erstregistrierung finden Sie hier.
  • Sofern notwendig, Zugriffs- und Bearbeitungsrechte von Mitarbeitern auf die beA-Postfächer von Berufsträgern vergeben

Eine ausführliche Anleitung und weitere Informationen rund um das beA finden Sie auf bea.brak.de.

 
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