BRAK-Podcast: „Menschen im Rechtsstaat“ – Mit Zuversicht gegen Fake News, Hass und Deepfakes
Was tun, wenn Algorithmen lauter sind als Fakten? In der neuen Folge von „#MiR –Menschen im Rechtsstaat“ spricht Rechtsanwältin Dr. Jessica Flint über Meinungsfreiheit, Plattformmacht, Deepfakes – und darüber, warum der Rechtsstaat gerade im Digitalen mehr sein muss als ein gutes Versprechen.
Rechtsstaat heißt: Zuversicht
Auf die Frage, welches Wort ihr zum Rechtsstaat zuerst einfällt, antwortet Dr. Jessica Flint: Zuversicht. Die Rechtsanwältin bei JUN Legal, Speakerin und Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg sieht im Rechtsstaat nicht nur Regeln und Institutionen, sondern die Möglichkeit, Fehler zu erkennen, Lücken zu schließen und Dinge besser zu machen.
Wenn „Klaus Dieter“ gegen Journalismus gewinnt
Ein Schwerpunkt des Gesprächs: die Informationsfreiheit aus Art. 5 GG. Flint warnt vor einer digitalen Öffentlichkeit, in der Empörung, Falschinformationen und KI-generierte Inhalte oft mehr Reichweite bekommen als sorgfältig geprüfte Informationen. Ihr Plädoyer ist klar: Journalistisch recherchierte Inhalte müssen sichtbarer sein als ungeprüfte Behauptungen aus der Kommentarspalte.
Plattformen in die Pflicht nehmen
Ob Fake Accounts, Deepfakes oder rechtswidrige Inhalte – Flint fordert, Plattformbetreiber stärker verantwortlich zu machen. Wenn Geschäftsmodelle darauf beruhen, Rechtsverletzungen billigend in Kauf zu nehmen, müsse sich nicht der Rechtsstaat anpassen, sondern das Geschäftsmodell.
Große Fragen, klare Botschaft
Die Folge ist ein engagiertes Gespräch über digitale Demokratie, konstruktive Streitkultur und die Frage, wie Social Media aussehen müsste, damit es Menschen und Rechtsstaat dient. Flints Botschaft: „Redet miteinander, seid nett zueinander – aber findet auch Lösungen.“
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