Jahresrückblick und Ausblick des BRAK-Präsidenten
Zum Jahreswechsel blickt BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels auf die wichtigsten Entwicklungen im Jahr 2025 zurück. Dass vor allem Engagement und Eintreten für den Rechtsstaat gefordert sein und wie sehr Angriffe auf die Anwaltschaft im Zentrum stehen würden, war freilich vorher nicht zu erahnen.
In seinem Weihnachtsbrief an die Anwältinnen und Anwälte in Deutschland blickt BRAK-Präsident Dr. Ulrich Wessels auf die prägendsten Entwicklungen für die Anwaltschaft im Jahr 2025 zurück. Es war vor allem gekennzeichnet durch Bedrohungen für die Rechtsstaatlichkeit und Angriffe von staatlicher und auch privater Seite auf einzelne Anwältinnen und Anwälte, die Anwaltschaft als Ganzes und Anwaltsorganisationen.
Wessels lenkt den Blick insbesondere auf die Entwicklungen in den USA und der Türkei, aber auch in Deutschland – die für die BRAK auch im neuen Jahr auf der Agenda stehen werden. Aktuell befindet sich etwa BRAK-Vizepräsident André Haug als Prozessbeobachter beim Strafverfahren gegen den Vorstand der Istanbuler Anwaltskammer in der Türkei. Diese Entwicklungen bilden auch den Hintergrund für die von der BRAK erhobene Forderung, das Recht auf unabhängige anwaltliche Beratung explizit im Grundgesetz zu verankern.
Haltung, Engagement und Eintreten für den Rechtsstaat werden auch im Jahr 2026 gefordert sein, appelliert Wessels.
Außerdem nimmt er die für die Anwaltschaft wichtigen rechtspolitischen Entwicklungen in den Fokus, insbesondere das Erprobungsgesetz für ein zivilrechtliches Online-Verfahren, die zum 1.1.2026 in Kraft getretene Erhöhung der Zuständigkeits- und Rechtsmittelstreitwerte, die verlängerte Frist für die Einführung der elektronischen Akte sowie die Bemühungen der BRAK zur nachhaltigen Rettung anwaltlicher Sammelanderkonten.
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