JURI-Bericht über das 28. Regime – EP
Der Rechtsausschuss (JURI) des EP hat am 11. Dezember 2025 seinen Berichtsentwurf zum 28. Regime: Ein neuer Rechtsrahmen für innovative Unternehmen mit 18 Stimmen dafür und 4 Stimmen dagegen bei einer Enthaltung angenommen.
Der Bericht entstand unter der Leitung des deutschen Abgeordneten René Repasi (S&D), und zielt darauf ab, eine einheitliche Unternehmensform, die „Societas Europaea Unificata“ (S.EU) zu schaffen.
Mit der Initiative soll die regulatorische Fragmentierung beseitigt werden, welche die grenzüberschreitende Gründung und Expansion von Unternehmen in der EU sowie den Zugang zu Kapital und Talenten erschwert. Der Rechtsausschuss befürwortet zur Regelung des 28. Regimes eine Richtline, die Harmonisierungsmaßnahmen im Bereich des Gesellschaftsrechts bringt, ohne dabei das Arbeits- und Sozialrecht zu berühren. Weiterhin sei eine einfache und digitale Unternehmensgründung innerhalb von 48 Stunden unter Gewährleistung der Rechtssicherheit erforderlich. Für den verbesserten Zugang zu Kapital schlägt der JURI eigenkapitalähnliche Fremdkapitalinstrumente vor, für welche auch Insolvenzregeln geschaffen werden müssten. Investoren sollen zudem die Möglichkeit erhalten, in ein Unternehmen zu investieren, ohne Kontrollrechte über das Unternehmen zu erwerben. Der Zugang zu Finanzmitteln solle nicht auf Risikokapital beschränkt werden, sondern beispielsweise auch Eigenkapital- und Sozialinvestitionen, Pensionsfonds und öffentliche Investmentfonds umfassen.
Weiterführende Links:
- Bericht des JURI zum 28. Regime (EN) (Dezember 2025)
- Siehe hierzu auch Nachrichten aus Brüssel 22/2025; 14/2025