Nachrichten aus Brüssel | Ausgabe 13/2026

Irland übernimmt die Ratspräsidentschaft – Rat

Unter dem Motto „Building a resilient and fair Europe“ übernahm Irland am 1. Juli 2026 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union – nun zum achten Mal. Die formulierte Priorität setzt Irland auf die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarktintegration sowie die digitalen Transformation der EU.

02.07.2026 Newsletter

Die Ratspräsidentschaft wechselt turnusmäßig alle sechs Monate zwischen den Mitgliedstaaten. Irland übernahm zum 1. Juli 2026 den Auftakt des 18-Monats-Programms des sogenannten Trio-Vorsitzes, bestehend aus Irland, Litauen und Griechenland. Auf Grundlage dieses gemeinsamen Arbeitsprogramms liegen die Schwerpunkte der irischen Ratspräsidentschaft insbesondere auf der Stärkung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union, des Binnenmarkts sowie der Förderung von Innovation und digitaler Transformation. Flankierend hierzu verfolgt die irische Ratspräsidentschaft eine Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur, insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung organisierter Kriminalität, Cyberkriminalität und hybrider Bedrohungen. Ein zentrales Anliegen stellt darüber hinaus die Weiterentwicklung einer resilienten und krisenfesten Wirtschafts- und Finanzarchitektur dar. Im Bereich der Rechts- und Justizpolitik wird die Fortentwicklung des Zivil- und Wirtschaftsrechts der Union, insbesondere im Hinblick auf effizientere grenzüberschreitende Verfahren und die Modernisierung des Insolvenzrechts, als prioritäres Ziel hervorgehoben. Auch die Umsetzung bestehender europäischer Migrations- und Asylrechtsakte soll weiter vorangetrieben werden.

Am 1. Januar 2027 wird Litauen die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen.

 

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