Forschungsprojekt

Bundesweite Umfrage zu künstlicher Intelligenz in der Rechtspraxis

Die Digitalisierung macht vor der Justiz nicht halt: Automatisierte Recherchen, intelligente Verfahrensverwaltung und KI-gestützte Entscheidungsanalysen werden zunehmend Realität. Doch welche Technologien entlasten tatsächlich, und wo liegen die Grenzen? Hierauf zielt das Forschungsprojekt TITAN mit einer aktuellen Umfrage.

27.11.2025Anwaltschaft

Diese zentralen Fragen untersucht das Projekt „Technologische Intelligenz zur Transformation, Automatisierung und Nutzerorientierung des Justizsystems" – kurz TITAN. Gefördert von der Daimler und Benz Stiftung, arbeitet der Verbund interdisziplinär: Rechtswissenschaftler, Informatiker, Arbeitspsychologen und Betriebswirte erforschen gemeinsam, unter welchen Bedingungen Automatisierung im Rechtswesen gelingen kann und wo realistische Einsatzfelder liegen.

Teilnahme noch bis Anfang Dezember möglich

Aktuell läuft eine bundesweite Umfrage, die sich gezielt an Justizmitarbeitende, Polizei, Anwaltschaft und juristische Verbände richtet. Bis zum 2.12.2025 können Interessierte anonym teilnehmen. Die Erhebung soll praktische Anforderungen, Erwartungen und Bedenken im Umgang mit KI-Werkzeugen systematisch erfassen.

Vertrauen und Verantwortung im Fokus

Neben technischen Aspekten steht die menschliche Perspektive im Mittelpunkt: Wie erleben Rechtsanwender algorithmische Unterstützung? Welche Transparenz- und Kontrollmechanismen werden gefordert? Welche organisatorischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Die Teilnahme bietet Anwältinnen und Anwälten die Chance, ihre berufspraktische Sicht einzubringen und eine technologische Entwicklung mitzugestalten, die sowohl Innovation als auch rechtsstaatliche Verantwortung wahrt.

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Erstveröffentlichung am 26.11.2025