Karrierehindernisse für Anwältinnen: Ihre Erfahrungen sind gefragt!
Anwältinnen geben ihre Zulassung besonders häufig bereits nach wenigen Berufsjahren zurück. Internationale Untersuchungen belegen, dass es spezifische Karrierehindernisse für Anwältinnen gibt. Die Universität Hannover will mit einer aktuellen Umfrage ergründen, welche Gründe dahinterstecken und wie die Erfahrungen in der deutschen Anwaltschaft sind.
Der Frauenanteil in der Anwaltschaft steigt seit vielen Jahren und liegt inzwischen bei fast 38 %. Doch viele Anwältinnen geben bereits nach wenigen Berufsjahren ihre Zulassung wieder zurück. Angesichts der demographischen Entwicklung und des sich verschärfenden Wettbewerbs um juristischen Nachwuchs ist dies ein problematischer Befund. Internationale Untersuchungen beleuchten mögliche Gründe dahinter – zuletzt etwa durch die International Bar Assosication (IBA), die im Frühjahr 2026 einen umfassenden Bericht zu Karrierehindernissen für Anwältinnen vorgelegt hat.
Mit einer aktuellen Umfrage will Prof. Katharina Bernheim-Engler von der Leibniz Universität ergründen, wie die Erfahrungen insoweit in der deutschen Anwaltschaft sind. Das Ergebnisse sollen die Grundlage für weitergehende Forschung zur Entwicklung der Anwältinnenschaft und zu möglichen Folgewirkungen für den flächendeckenden Zugang zu anwaltlicher Beratung bilden.
Die Teilnahme an der Umfrage erfolgt anonym und dauert etwa fünf Minuten.
Die Umfrage läuft noch bis zum 4.11.2026.
Weiterführende Links:
- Umfrage
- Nitschke, BRAK-Magazin 2/2026, 4 (zur Entwicklung der deutschen Anwältinnenschaft)
- IBA Report: Raising the Bar: Women in Law – Phase 2 Report (englisch)
- Nachrichten aus Berlin 7/2026 v. 1.4.2026 (zum IBA Report 2026)