BRAK-Podcast: neue Folgen – sozialrechtliches Nähkästchen, Rechtsstaat als Beruf und Verfassungsrichterwahl
Die neuesten Folgen des Podcasts „(R)ECHT INTERESSANT!“ räumen mit Vorurteilen über die anwaltliche Tätigkeit im Sozialrecht auf; außerdem geht es um den Rechtsstaat als Beruf, die geplatzte Verfassungsrichterwahl und die angekündigten Reformen der nordrhein-westfälischen Arbeitsgerichte.
In der neuesten Folge des BRAK-Podcasts „(R)ECHT INTERESSANT!“ plaudert die Fachanwältin für Sozialrecht und für Arbeitsrecht Viola Hiesserich aus dem Nähkästchen. Ihr Arbeitsalltag ist es keineswegs, Menschen dabei zu helfen, sich vor Arbeit zu drücken und trotzdem auskömmlich zu leben – doch kaum ein Rechtsgebiet ist mit so vielen Vorurteilen behaftet. Hiesserich rückt das Bild mit einem Schnellkurs im Sozialrecht gerade. Außerdem hat sie Tipps zur Gründung und Selbstständigkeit. Und tiefe Einblicke ins „Anwaltsparlament“, denn Hiesserich ist Mitglied der Satzungsversammlung und arbeitet dort im Ausschuss 1, der gerade das Fachanwaltsrecht umfassend überprüft. Außerdem engagiert sie sich in der Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren und im Vorstand der Rechtsanwaltskammer Hamm.
In der Reihe „#MiR – Menschen im Rechtsstaat“ sagt der Präsident des Landgerichts Baden-Baden, Dr. Frank Brede: „Der Rechtsstaat ist mein Beruf“. Was ihm sonst noch am Rechtsstaat wichtig ist, verrät er ebenso wie seine wichtigste Message: Der Rechtsstaat ist nicht krass und generiert mengenweise Klicks, er funktioniert einfach. Und das tut er so gut, weil da gut ausgebildete, hochmotivierte Menschen gute Arbeit leisten.
Dr. Christofer Lenz, Vorsitzender des BRAK-Ausschusses Verfassungsrecht, ordnet in der neuesten Spezialfolge des Podcasts ein, was an der eigentlich vor der parlamentarischen Sommerpause geplanten Wahl neuer Richterinnen und Richter für das Bundesverfassungsgericht schief gelaufen ist, welche Gründe möglicherweise dahinterstecken und vor allem, wie es nun weitergeht.
Um ein weiteres brennendes Justizthema geht es in der zweiten Spezialfolge: die von Nordrhein-Westfalen angekündigte Reform der Arbeitsgerichtsbarkeit, die möglicherweise die Schließung einiger Arbeitsgerichts-Standorte mit sich bringt. Bislang liegt ein Eckpunktepapier des Landesjustizministeriums vor. Dr. Holger Schrade, Präsident des Landesarbeitsgerichts Nordrhein-Westfalen, und Hans Ulrich Otto, Präsident der Rechtsanwaltskammer Hamm, diskutieren über die bisher bekannten Pläne und darüber, ob die Anwaltschaft in den Reformprozess einbezogen wird. Für sie ist klar: Der Zugang zur Arbeitsgerichtsbarkeit muss auch in der Fläche gewährleistet bleiben!
Veranstaltungshinweis
Die Rechtsanwaltskammer Hamm lädt am 30.7.2025 ab 15 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung u.a. mit dem Präsidenten des Landesarbeitsgerichts Dr. Holger Schrade ein, damit sich betroffene Arbeitsrechtlerinnen und Arbeitsrechtler aus dem Kammerbezirk Hamm austauschen und einbringen können.
Weiterführende Links:
- Folge #144: Alle faul und arbeitsunwillig? Eine Sozialrechtlerin packt aus | Viola Hiesserich
- Folge „Kurz & knackig“: Arbeitsgerichte in NRW: Reform oder Abbau? | Hans Ulrich Otto und Dr. Holger Schrade
- Folge „kurz&knackig“: Keine neuen Richter fürs Bundesverfassungsgericht | Dr. Christofer Lenz
- Folge #MiR – MenschenImRechtsstaat #22: Dr. Frank Brede
- Podcast auf der Website der BRAK
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