Nachrichten aus Berlin

Ausgabe 19/2026 v. 16.9.2026

  • Der tiefgreifende Strukturwandel des Berufsstands, Geldwäscheprävention und anwaltliche Verschwiegenheit stehen im Mittelpunkt der neuen Ausgaben der BRAK-Mitteilungen und des BRAK-Magazins. Während die BRAK-Mitteilungen die regulatorischen Herausforderungen durch europäische Reformvorhaben, die AMLA und neue Pflichten beleuchten, widmet sich das BRAK-Magazin intensiv der Nachwuchsförderung, modernen Fortbildungswegen wie dem Bachelor Professional und praxisnahen Strategien gegen den Fachkräftemangel.
  • Sie poltert nicht, sie überzeugt: BRAK-Vizepräsidentin Sabine Fuhrmann wurde vom Deutschen Anwaltverein mit dem Maria-Otto-Preis ausgezeichnet. Die Würdigung beweist, wie viel Wirkung leise Beharrlichkeit entfalten kann.
  • Wer eine Kanzlei abwickelt, muss schnell klären, welche Akten noch laufende Mandate betreffen – und was mit Altakten geschieht. Das aktualisierte BRAK-Abwicklerlexikon gibt hierzu neue Hinweise und schärft insbesondere die Verantwortlichkeiten bei Aufbewahrung, Verschwiegenheit und Vernichtung.
  • Was bedeutet Rechtsstaat im Alltag? In zwei aktuellen Podcastfolgen geht es um genau diese Frage – aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: Marina Weisband spricht über das Grundgesetz, Kinderrechte und Demokratiebildung. Dr. Jonas Kahl ordnet eine wichtige Entscheidung des Kammergerichts zum Schutz der Anwaltschaft ein und erklärt, was Kolleg:innen gegen Prangerwirkung, Hasskampagnen und missbräuchliche Online-Bewertungen tun können.
  • Die berufliche Fortbildung im Rechtswesen wird neu aufgestellt: Neben zwei neuen Abschlüssen als Berufsspezialist bzw. Berufsspezialistin wird mit dem Bachelor Professional im Rechtswesen eine weitere Qualifikationsstufe geschaffen. Die neuen Fortbildungsverordnungen gelten seit dem 3.9.2026. Für den bisherigen Abschluss geprüfter Rechtsfachwirt/geprüfte Rechtsfachwirtin gelten Übergangsregelungen.
  • Die Bundesregierung will die genossenschaftliche Rechtsform attraktiver machen und digitalisieren. Die BRAK unterstützt einzelne Ansätze, sieht im Gesetzentwurf aber zu viel formale Kontrolle, zusätzliche Belastungen für kleinere Genossenschaften und Eingriffe in die genossenschaftliche Selbstverwaltung.
  • Das internationale Steuerrecht steht vor weitreichenden Veränderungen. Das Jahressteuergesetz 2026, die Anpassung der globalen Mindeststeuer, neue Maßstäbe für Homeoffice-Betriebsstätten und aktuelle Entscheidungen von BFH und EuGH verändern die steuerrechtliche Beratungspraxis. Hinzu kommen verschärfte Anforderungen bei Außenprüfungen, Verrechnungspreisen und grenzüberschreitenden Gestaltungen. Welche Entwicklungen müssen Beraterinnen und Berater jetzt im Blick behalten?